Gipfelstürmer

G-Speed Shuttle SSD im Test

Auf der NAB Show 2018 präsentierte G-Technology erstmals ihr neues G-SPEED Shuttle SSD. Entwickelt für die stetig wachsenden Datenraten, soll dieses Hardware-RAID-System für einen reibungslosen Arbeitsablauf vom Drehort bis in die Schnitt-Suite sorgen. Mark Zdunnek und sein Team hatten die Gelegenheit, eines der ersten Geräte mit auf eine Produktion nach Kanada zu nehmen.

Auf der NAB vorgestellt und hier im Test. Die neue G-Speed Shuttle SSD von G-Technology.
Auf der NAB vorgestellt und hier im Test. Die neue G-Speed Shuttle SSD von G-Technology. (Bild: Niklas Hoppe, Jürgen Greis)

Die Western Digital Gruppe, bestehend aus den Marken SanDisk, HGST, Western Digital und G-Technology, ist bekannt für ihre Datenträger, besonders im Bereich der HDDs. SanDisk deckt zusätzlich den Bereich der Flash-Speicher ab, vor allem SD- und microSD-Karten. Nachdem G-Technology 2016 ihr G-SPEED Shuttle XL auf den Markt brachten, folgte zur diesjährigen NAB Show die Präsentation des G-SPEED Shuttle SSD, was in puncto Datenrate aktuell alle uns bekannten mobilen Komplettlösungen in den Schatten stellt.

AUSSTATTUNG

Das Hardware-RAID-System wird in einem stabilen Case mit den Maßen von 24,8 Å~ 17,4 Å~ 26,7 Zentimeter und einem Gewicht von 6 Kilogramm geliefert, der auch über einen großen, sehr angenehmen Tragegriff verfügt. Es ist mit insgesamt acht SSDs bestückt, die jeweils 1 TB beziehungsweise 2 TB Speicherkapazität aufweisen, je nachdem, ob es sich um die 8-TB- oder die 16-TBVersion handelt.

Die SSDs lassen sich durch ein einfaches Einrast-Knopf-System – auch mit größeren Fingern und Händen – durch Knopfdruck herausnehmen oder einsetzen. Zusätzlich gibt es natürlich ein Netzkabel sowie ein Thunderbolt- 3-Kabel. An der Frontseite befindet sich eine abschließbare Klappe, die als Zugang für die Datenträger dient. Wird diese geöffnet, sieht man außerdem eine kleine LED unter jedem Einschub, die bei normalem Betrieb blau leuchtet. Sollte die entsprechende Festplatte fehlerhaft sein, blinkt die LED rot.

Zudem kann in der Software unter dem Punkt “locate” eine einzelne Festplatte, oder ein ganzes RAID-System durch Blinken der entsprechenden Leuchte(n) kenntlich gemacht werden. Die Rückseite beherbergt einen Kaltgeräte-Anschluss sowie einen Ein-/Aus-Schalter und zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse, einen für den Anschluss am Rechner, den anderen für eine Durchschleifverbindung, besser bekannt als “Daisy-Chain”, von bis zu fünf weiteren Geräten, wie zum Beispiel zusätzliche Speichermedien oder Monitore, was gerade den MacBook-Nutzern mit ihrem eingeschränkten Zugang zu Anschlüssen sehr entgegen kommt.

Vorprogrammiert kommt das Gerät in einer Hardware-RAID-5-Konfiguration, ist aber auf die RAIDs 0, 1, 5, 10 und 50 einstellbar. Wir können aber sehr gut verstehen, warum G-Technology ihr Shuttle SSD in der RAID-5-Konfiguration ausliefert, da diese einen guten Kompromiss zwischen Datensicherheit und Geschwindigkeit bietet.

Als Test haben wir im RAID-5-Modus einfach einmal eine SSD im Betrieb entnommen. Der Fehler wurde sofort erkannt und nach Einsatz einer Ersatz-SSD fehlerfrei durch Rekonstruktion auf die neue SSD behoben. Allgemein sind wir jedoch der Ansicht, dass alleinstehende RAID-Systeme zur Datensicherung immer ein Risiko darstellen und setzen daher auf das einfachste, realisierbare System, um so viele Fehlerquellen wie möglich auszuschließen.


DIE RAID-OPTIONEN IM G-SPEED SHUTTLE SSD

RAID-0

Alle physikalischen Festplatten werden zu einem großen virtuellem Speichermedium zusammengefasst. Dies bietet die schnellste Datenübertragung, aber der Ausfall einer einzelnen Festplatte im Array führt zum Datenverlust des gesamten Systems.

RAID-1

Jede Festplatte des Arrays wird auf eine identische gespiegelt. Dabei steht uns nur noch die Hälfte des Gesamtspeichers im Gegenzug für die Redundanz zur Verfügung und wir haben keine schnellere Datenübertragung.

RAID-5

Diese Einstellung braucht mindestens drei physikalische Festplatten und nutzt jede davon, um eine Sicherheit für die jeweils anderen zu bieten. Dabei genießen wir eine hohe Datenrate sowie eine Sicherung, sollte eine der Festplatten ausfallen, allerdings verlieren wir die Speicherkapazität einer Festplatte des Arrays.

RAID-10

Hier werden mindestens vier physikalische Festplatten benötigt, wobei jeweils zwei davon in ein RAID-1 Array zusammengefasst werden und diese beiden RAID-1 Arrays wiederum zu einem RAID-0 Array. Dabei wird der nutzbare Gesamtspeicher halbiert und die Datenrate verdoppelt.

RAID-50

Diese Konfiguration ist ein Verbund von mehreren RAID-5 Arrays mit jeweils mindestens drei physikalischen Festplatten unter einem RAID-0 Array. Der Speicher jeweils einer Festplatte pro RAID-5 Array ist nicht verfügbar, allerdings kann auch jeweils eine Festplatte pro RAID-5 Array ausfallen.

Hier geht’s zu Teil zwei des Tests!

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