"Raum für die Fantasie der Betrachter"

Deutscher Kamerapreis: Ehrenpreis für Jo Heim

Das Komitee des Deutschen Kamerapreis zeichnet Kameramann Jo Heim (“Die Hebamme – Auf Leben und Tod” und “Unfriend”) mit dem Ehrenpreis aus. Mit dieser Auszeichnung würdigt das Kuratorium die Arbeit von Kameraleuten, die “kontinuierlich außerordentliche und richtungsweisende Leistungen vollbringen”.

Julian Reischl
Jo Heim drehte unter anderem „Männerherzen“, „Vollidiot“ und „7 Zwerge – Männer allein im Wald“

Jo Heim hat in seiner Karriere in den verschiedensten Genres gewirkt. Von Komödie bis Horror-Thriller, von TV-Unterhaltung bis hin zu Dokumentationen. Für den Fernsehfilm “Die Hebamme – Auf Leben und Tod” wurde er 2010 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Für den Horror-Film “Unfriend” (2016) und den Dokumentarfilm “Ein letzter Tango” (2015) wurde er außerdem mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Heim unterrichtet an diversen Filmhochschulen und unterstützt so den Nachwuchs.

Begründung der Jury:

“Jo Heim gibt den Geschichten seiner Filme Raum für die Fantasie ihrer Betrachter. Mit großem Elan widmet er sich allen Facetten seines Berufs. Technologische Innovationen müssen ihn erst überzeugen, bevor er sie dann aber konsequent für sich nutzt”, lautet es in der Begründung des Kuratoriums des Deutschen Kamerapreises. So schätze er die neuen Möglichkeiten der digitalen Bildaufnahme, z.B. mit natürlichem Licht bei Nachtaufnahmen zu arbeiten, vermeide aber die zum Teil “unverzeihliche” Schärfe vor allem bei Close-Ups von Personen. Der uneitle und bescheidene Künstler stelle seine Bilder nie über die Geschichte, betont das Kuratorium des Deutschen Kamerapreises.

Der Deutsche Kamerapreis wird am 24. Juni in Köln verliehen.

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