Weitere 50 Millionen Euro

Update: Deutscher Filmförderfonds soll 2018 weiter aufgestockt werden

Im Februar wurde bekannt, dass der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) bereits in diesem Jahr um rund 27 Millionen Euro, auf insgesamt 75 Millionen Euro aufgestockt wird (Wir berichteten). Damals wurde bereits eine weitere Aufstockung für 2018 in Aussicht gestellt. Update: Auf Anfrage von “Blickpunkt:Film” gab das Büro der Kulturstaatsministerin, Monika Grütters, nun eine offizielle Erklärung ab. 

Nach Aussagen von Günter Winands auf der Berlinale würden im zweiten Halbjahr 2017 weitere 25 Millionen Euro für den Deutschen Filmförderfonds bereitgestellt. Dies heizte Spekulationen an, dass 2018 nochmal die gleiche Summe hinzukommen könnte. Nachdem das Bundeskabinett nun die Pläne für das kommende Jahr vorstellte, wird laut Pressemeldungen auch davon ausgegangen. Somit käme der DFFF im nächsten Jahr auf Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 125 Millionen Euro. Davon sollen dann rund 75 Millionen Euro für den sogenannten DFFF II zur Verfügung stehen, mit dem ins besondere ausländische Großproduktionen in Deutschland gefördert werden sollen.

UPDATE: 

Laut Blickpunkt:Film nach soll der Anreiz für nationale und internationale Großproduktionen verstärkt werden. Aus diesem Grund wurden in einem “Echwertbeschluss” für den BKM-Etat ab 2018 und die Folgejahre dauerhaft zusätzlich 75 Millionen Euro vorgesehen. Diese Beschlüsse stünden allerdings unter dem Vorbehalt, dass “sie zunächst in den ersten Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2018 im Juni 2017 einfließen und in den weiteren Beschlüssen zum Bundeshaushalt 2018 nach der Wahl zum Deutschen Bundestag berücksichtigt werden.“ Wenn dieser Fall eintreten sollte, würde der DFFF künftig in zwei Bereiche aufgeteilt werden. Den DFFF I mit einer Fördersumme von rund 50 Millionen Euro und den DFFF II mit rund 75 Millionen Euro. Letzterer soll sich wie bereits angekündigt an “finanziell großvolumige Kinofilmproduktionen, von denen erhebliche Ausgaben am Standort Deutschland und damit verbundene wirtschaftliche Hebelwirkungen ausgehen” richten.

Wie Blickpunkt:Film weiter berichtet, soll auch eine neue Regelung der Förderanforderungen mit den neuen Mitteln einhergehen. So soll die untere Grenze des Produktionsbudgets für Fördergelder aus den DFFF II zwischen 25 und 30 Millionen Euro liegen. Dabei soll die “Kappungsgrenze” der Fördergelder für eine Produktion bei maximal 25 Millionen Euro liegen. So soll der DFFF I entlastet werden, dessen aktuelle “Kappunkgsgrenze” von 10 Millionen Euro gesenkt werden soll. Diese Zahlen seien jedoch nur vorläufige Schätzungen. Wie allerdings klar gemacht wurde, soll mit den Fördermitteln gezielt die VFX-Branche durch den DFFF II in besonderem Maße unterstützt werden.

Hoffnungen, dass auch internationale Serienproduktionen durch den DFFF II gestärkt werden könnten, wurde allerdings ein Riegel vorgeschoben. Unter anderem hatte die Produzentenallianz ihrer Hoffnung auf eine solche Ausweitung Ausdruck verliehen. Der DFFF beziehe sich ausschließlich auf die Kinobranche. Für die Förderung von Fernsehformaten seien die Förderanstalten der Länder zuständig.

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