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Focuspulling-Hilfstool auf ein Drittel seiner Größe eingedampft

NAB 2017: Qinematiq bringt Image+ Gen2 heraus

Der Wiener Hersteller Qinematiq hat auf der NABShow in Las Vegas die zweite Generation seines Image+ Fokussystems vorgestellt.

Image+ besteht aus einem stereoskopischen Kamera-Setup, das mit dem an der Hauptkamera befestigt wird. Die beiden Objektive blicken in dieselbe Richtung wie die Kamera. Nach der Konfiguration ist die Fokussteuerung betriebsbereit. Mit einem simplen Fingertippen auf einem Tablet stellt die Hauptkamera auf genau diesen Bereich scharf. Eine Einfärbung der verschiedenen Distanzbereiche sorgt dabei für die leichte Erkennbarkeit der unterschiedlichen Fokusebenen.

Die zweite Generation von Image+ ist nicht nur kleiner und leichter, sondern laut Hersteller auch schneller und genauer. Obendrein ist es günstiger als die erste Version. Mit einem Gewicht von 480 Gramm statt der bisherigen 1,5 Kilo steigt auch die Attraktivität für den Einsatz am Gimbal oder anderen Rigs, in denen geringes Gewicht und hohe Flexibilität gefragt ist.

An der Technik hat sich nichts geändert: Durch Stereoskopie können jedem Pixel einer Videokamera präzise Distanzwerte zugewiesen werden. Ein 3D-Abbild des Filmsets wird erzeugt.

Die Bedienbarkeit hat sich dahingegen geändert: Wie auch bisher kann der Fokus allein über einen Touchscreen bedient werden, doch nun können auch die Objektivmotoren sowie eine Fokus-Handeinheit direkt ans Messgerät gekoppelt werden. Das User-Interface kann auch auf unterschiedliche Drehsituationen angepasst werden. So stehen zum Beispiel permanentes Tiefenbild zur Verfügung, oder auch visualisierte Distanzinformationen, Multitracking mehrerer Objekte, gespeicherte Tiefendaten und auch Autofokus zur Auswahl. Distanzwerte können auch direkt über einen Fingertipp angewählt werden.

Der Hersteller ist sich der Kunst des Schärfeziehens durchaus bewusst, denn es wird betont: “Fokuspullen bleibt eine Kunst, und für einen guten Film benötigt es eines guten Fokuspullers. Aber das mühselige Ausmessen und Schätzen der Distanzen am Set wird bald der Vergangenheit angehören.”

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