Kumaran Herold von Voodage verrät Tricks

5 Tipps für die Footage-Produktion

Kumaran Herold gründete 2017 Voodage und bietet Stock-Footage mit unterschiedlichen Einstellungen und somit Potential zum Geschichten Erzählen an. Für Kameraleute, die Material für ihn produzieren wollen, gibt er hier fünf Tipps, wie das am besten funktioniert.

Foto: Diana Tischler

1. Footage-Potential der Idee abklopfen!
Recherche bei anderen Anbietern: Gibt es diese Clips schon überall? Wie variationsreich sind die anderen Versionen? Hat die Idee metaphorische Qualitäten? Sind in der Story genügend Einstellungsvariationen möglich? Ist das Material auch international einsetzbar?

2. Persönlichen Kontakt zu Voodage suchen!
Herold und seine Kollegen können eine Einschätzung geben, ob die Idee für das Portal interessant ist. Zudem geben sie Tipps, was funktioniert und haben eine Checkliste mit allen technischen und organisatorischen Details. Herold betont, der persönliche Kontakt ist ihm schon des Austauschs wegen sehr wichtig!

3. Rechtliches beachten!
Die rechtlichen Aspekte sind besonders elementar bei Material, das weiter veräußert wird: Man darf überall auf öffentlichem Boden drehen, aber nicht alles zeigen. Stichwort Panoramafreiheit. Daher entweder Drehorte danach aussuchen, dass hier keine Gefahr besteht (Wald, Strand etc.) oder Details mit Motivgebern klären. Ähnliches gilt für Marken, die im Bild sind. Diese müssen abgeklebt oder von vorneherein vermieden werden, zum Beispiel bei Sportkleidung. In Verträgen mit den Schauspielern und Motivgebern muss alles speziell für eine Footage-Nutzung geregelt sein. Vorlagen gibt’s bei Voodage.

4. Qualitätsstandards beachten!
Standardqualität für Material ist bei Voodage 4K in 50p, wenn möglich in gutem ProRes-Format oder DnxHD/HR, damit es in der Post verarbeitet werden kann. Das gilt aber nicht als Dogma. Schon Zeitlupen weichen logischerweise davon ab. Wenn das Material toll ist und eine Nische füllt, darf auch weniger Qualitatives eingereicht werden. Minimalstandard ist bei Herold Full HD bei 25p.

5. Vorgraden, aber behutsam!
Jede Kameraperson hat ihre Idee, wie das finale Material aussehen soll. Die ins Material zu „backen“ wär aber für die Idee der Weitervergabe zum Zweck des Projekts kontraproduktiv. Daher ermutigt Herold externe Kameraleute dazu, nur die abgabefertige Angleichung vorzunehmen. Darunter würden Einstellungen fallen, die aufgrund unterschiedlicher Lichtsituationen (wolkig, sonnig) eine Anpassung benötigen. Auch hier empfiehlt sich frühe Absprache mit Herold und seinem Team.

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