Freier Kameramann aus Barcelona

Drei Fragen an Matthias Popp

Zum Jahresabschluss 2016 schweiften wir etwas in den Süden ab und stellten wir unsere Fragen an Matthias Popp, einen freiberuflichen Kameramann, der in Barcelona zu Hause ist.

(Bild: Foto: Julian Reischl)

1. Was ist dein Arbeitsschwerpunkt?

Ich arbeite als zweisprachiger Kameramann und Producer in Spanien für deutsche TV-Redaktionen wie ARD und arte, US- und UK-Broadcaster wie CNN oder BBC, sowie für internationale Produktionsfirmen und Corporate-Kunden. Meine letzten Projekte waren eine Multi-Kamera-Produktion mit Web-Streaming in Madrid, ein Beitrag für Arte Metropolis in Barcelona sowie die Vor-Ort-Produktion des Volkswagen-Up-Spots in Barcelona, um nur einige zu nennen.

In diesem Feld hat man oft viele kleine Aufträge, die je ein paar Tage gehen. Ich liebe die Abwechslung, die mir meine Tätigkeit bietet. Einerseits die handwerkliche Finesse und Detailarbeit, wenn man ein Set für eine Corporate-Produktion einleuchtet, Kamerafahrten plant und Einstellungen festlegt … und andererseits das Run & Gun mit der Kamera auf der Schulter bei Reportage-Drehs in Spanien, oder die tausend Kleinigkeiten, die man beachten muss, und die unerwarteten Dinge, für die man vor Ort schnell eine Lösung finden muss, wenn man als Stringer unterwegs ist oder Produktionen vor Ort koordiniert.

2. Bist du in einem Verband aktiv?

Ja, ich bin Mitglied in der britischen “Guild of Television Cameramen” GTC. Durch meine internationale Ausrichtung und die Arbeit für viele UK-Kunden ist dieser Verband einerseits interessant für mich, und andererseits war dieser Verband schon ziemlich gut organisiert und gut aufgestellt, als das Thema Interessengemeinschaft für Kameramänner in Deutschland noch sehr stiefmütterlich behandelt wurde.

Ich finde grundsätzlich die Organisation in Dachverbänden und Interessengemeinschaften für unsere Branche extrem wichtig. In Deutschland wurde dieses  Thema leider lange Zeit etwas vernachlässigt. Aus meiner Zeit in Köln bin ich jedoch trotzdem auch noch nach wie vor in der DJU / ver.di organisiert.

3. Wofür schlägt dein Herz außerhalb der Arbeit?

In Spanien verbringe ich gern sehr viel Zeit am und auf dem Wasser. Sobald nur ein klein bisschen Wind weht und ich Zeit habe, bin ich meistens an einem der zahlreichen Strände und kitesurfe am Wochenende, manchmal mache ich auch Segeltouren mit Freunden. Wenn ich richtig Zeit habe, also im Urlaub, werden auch gerne die Surf-Reviere in Südspanien und der Meerenge von Gibraltar angesteuert. Außerdem bin ich ein großer Freund und Kenner der spanischen Küche und habe mittlerweile eine ständig wachsende Liste an spanischen Restaurants und Bodegas, die ich gerne und oft mit Freunden und Familie aufsuche.

Sie arbeiten an der Kamera, am Tonmischpult, im Szenenbild oder einem anderen technischen Gewerk? Und Sie möchten auch unsere drei Fragen beantworten und sich der Branche vorstellen? Dann füllen Sie jetzt hier unser Online Formular für unsere drei Fragen aus!

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