Drei Fragen an … Claudia Linzer

In jeder Ausgabe stellen wir unsere “Drei Fragen” an Filmschaffende aus allen Gewerken. Im Heft 12.2019 gingen sie an Claudia Linzer, Editorin aus Wien.

1. Was ist dein Arbeitsschwerpunkt?
Ich arbeite seit elf Jahren freiberuflich als Editorin und mag an dieser Arbeit besonders, dass man die Freiheit hat, sich mit ganz unterschiedlichen Themen, Genres und Filmrichtungen zu beschäftigen. So habe ich im Laufe der Jahre viele Reportagen und Dokumentarfilme für das Fernsehen montiert, einige Kurz- und mittellange Spielfilme, vor allem während meines Studiums an der Filmakademie Wien, aber auch danach immer mal wieder, ebenso wie Dokumentarfilme und Spielfilme fürs Kino. Einige der Filme, an denen ich gearbeitet habe, waren sehr erfolgreich auf Festivals und haben zum Teil auch Preise gewonnen. Nominierungen für den besten Schnitt erhielt ich beim österreichischen Filmpreis 2012 für die Spielfilme „Inside America“ (Regie: Barbara Eder) und „Risse im Beton“ (Regie: Umut Dag). Preise, die ich gewonnen habe, waren der Schnitt Preis Spielfilm 2016 des Filmplus Festivals für Schnitt und Montagekunst in Köln und der österreichische Filmpreis 2017 für den besten Schnitt für „Thank You For Bombing“ (Regie: Barbara Eder).
Zurzeit habe ich gerade die Montage des Spielfilms „Mehrunisa“ (Regie: Sandeep Kumar) fertiggestellt, dessen Postproduktion nun in vollem Gange ist. Eine beson- dere Herausforderung, die mir viel Spaß macht, ist die Arbeit an fremdsprachigen Filmen, wie eben „Mehrunisa“, der auf Hindi gedreht wurde, und vor einigen Jahren „Kuma“ (Regie: Umut Dag), der auf Türkisch und Deutsch gedreht worden war. Außerdem finde ich den dramaturgischen Aspekt der Montage besonders spannend, ebenso wie das Arbeiten mit ganz unterschiedlichen Menschen. In letzter Zeit habe ich zusätzlich meine Fühler ausgestreckt und an der 23. Staffel der erfolgreichen österreichischen Fernsehsendung „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ neben der Arbeit an der Montage auch als Gestalterin mitgearbeitet und bei einem eigenen Dokumentarfilm namens „Fieber“ Regie geführt.

2. Bist du in einem Verband aktiv?
Ich bin seit 2012 ordentliches Mitglied im österreichischen Verband Filmschnitt und seit 2014 im Vorstand tätig. Zusätzlich bin ich Vorstandsmitglied des Dachverbandes der österreichischen Filmschaffenden. Ich finde es wichtig und bereichernd, dass Editorinnen und Editoren sich über den Verband Filmschnitt miteinander vernetzen und über Arbeitsbedingungen oder andere Themen und Anliegen austauschen können und schätze es sehr, dass es solche Berufsverbände gibt. Der Dachverband der österreichischen Filmschaffenden ist vor allem im filmpolitischen Bereich aktiv und vertritt die Anliegen der österreichischen Filmbranche gegenüber Politik, Medien und Verwaltung und ist auch auf europäischer Ebene tätig.

3. Wofür schlägt dein Herz außerhalb der Arbeit?
Außerhalb der Arbeit schlägt mein Herz für Yoga und Reisen. Yoga ist eine wunderbare Möglichkeit, den Kopf vom oft doch recht stressigen Arbeitsalltag freizubekommen und hilft ganz nebenbei auch wunderbar, Rückenschmerzen vorzubeugen, die durch das beruflich bedingte viele Sitzen sonst leider oft vorprogrammiert sind. Was das Reisen betrifft, so lerne ich gerne ferne Länder kennen. Mein nächstes Ziel wird Neuseeland sein, aber ich liebe es auch, im österreichischen Gebirge oder an den wunderschönen Seen Zeit zu verbringen. [11028]

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