Testingenieur bei ARRI in München

Drei Fragen an Christoph Beckmerhagen

Mit unseren Drei Fragen gehen wir wirklich durch alle Bereiche der Filmbranche. Wir hatten schon einen Foley Artist, Tonmeister, Drohnenpiloten und natürlich Kameraleute und -assistenten. Heute gehen wir in die Entwicklung und sprachen für die Ausgabe 9/2017 mit ARRI-Testingenieur Christoph Beckmerhagen aus München.

(Bild: Arne Hendrik Vogel)

1. Was ist dein Arbeitsschwerpunkt?

Als Testingenieur bei ARRI in der Abteilung Forschung und Entwicklung bin ich mit der Erstellung und Durchführung von Tests zu unseren aktuellen Entwicklungen beschäftigt. Unser Testteam ist in den letzten sieben Jahren wegen der enormen Zunahme an Funktionen im Bereich digitale Kinematografie und der steigenden Produktvielfalt gewachsen.

Aktuell sind wir acht Tester unter der Leitung von Ole Gonschorek, der schon seit der Einführung digitaler Filmkameras bei ARRI testet. Gemeinsam mit den Teams Qualitätsmanagement und Digital Workflow Solutions sind wir dafür verantwortlich, dass die Kameras zuverlässig und möglichst fehlerfrei funktionieren. Wichtig ist uns auch, dass sich die Produkte ideal in die Arbeitsabläufe am Set einbetten.

Gegenteiliges betrachten wir als Bugs, die wir in Zusammenarbeit mit unseren Entwicklern beheben. Im Team ist mein Spezialgebiet die Herstellung von Testaufnahmen sowie die Organisation und Durchführung entsprechender Präsentationen. Diese dienen zur Beurteilung der Bildqualität und Abbildung aktueller Entwicklungsstände. Oft vergleichen wir auch verschiedene Entwicklungsstände oder Konzepte miteinander. Da es sich häufig um die ersten Drehs mit neuem Equipment oder neuen Features handelt, gewinnen wir zusätzlich erste nützliche Informationen zu Nutzerfreundlichkeit und Stabilität.

2. Bist du in einem Verband aktiv?

Nein, bin ich nicht. Aber im Zusammenhang mit meinen vorigen Tätigkeiten als Kameraassistent und Kameramann habe ich ein paar Hamburger Jour Fixes des BVK besucht. In diesem Zeitraum stand aber für mich bereits der Wechsel ins Engineering fest, so dass es nie zu einer offiziellen Mitgliedschaft gekommen ist. Ich finde den Einsatz von Verbänden wie dem BVK sehr wichtig, um innerhalb der Branche gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und zu erhalten.

3. Wofür schlägt dein Herz außerhalb der Arbeit?

Besonders großen Spaß habe ich am Reisen. Zuletzt war ich in Nepal in den Bergen, etwas außerhalb von Kathmandu. Der Perspektivwechsel tut mir immer wieder gut. Meine halbe Verwandtschaft wohnt außerdem auf Malta, so dass ich dort regelmäßig hinreise. Darüber hinaus mache ich viel Sport und spiele Gitarre. Film- und Videospielabende mit Freunden finde ich auch toll.

Sie möchten sich als Filmschaffender der Branche vorstellen oder ein Ihr Gewerk in den Mittelpunkt stellen? Dann beantworten auch Sie unsere Drei Fragen in unserem Online-Formular.

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