Aaton-Gründer Jean-Pierre Beauviala gestorben

Bereits am 8. April ist der Aaton-Gründer Jean-Pierre Beauviala, einer der großen Innovatoren in der Kinotechnologie, gestorben. Er war in seiner über 50 Jahre langen Karriere für Entwicklungen wie den quartzgesteuerten Kameramotor oder die erste 16-mm-Schulterkamera Aaton 7 verantwortlich.

(Bild: Roman Bonnefoy)

 

Jean Pierre Beauviala, der Gründer des Kameraherstellers Aaton, ist am 8. April im Alter von 81 Jahren gestorben. Über ein halbes Jahrhundert spielte Beauviala als technologischer Visionär, Designer und Erfinder eine Schlüsselrolle in der Kinotechnologie. Seine Tätigkeit resultierte in über 50 Patenten in der Film-, Video- und Audiotechnik.

1937 in Alès geboren, studierte Beauviala  in den 1960er Jahren Elektronik an der Universität von Grenoble, wo er anschließend im selben Fach unterrichtete. 1967 entwickelte Beauviala den ersten quarzgesteuerten Motor, der den synchronen Betrieb von Kameras und Tonaufnahmegeräten ohne Kabelverbindung erlaubte. Er stellte seine Erfindung dem Kamerahersteller Eclair vor, der Beauvialas Erfindung umgehend patentieren ließ und ihn einstellte. Bereits ein Jahr später folgte das nächste Patent zur Belichtung des Timecodes auf den Film mit Hilfe von Leuchtdioden.

Nachdem Eclair seine Fertigung nach Großbritannien verlegte, verließ Beauviala  das Unternehmen und gründete die Firma Aaton, wo er in der Folge die Aaton 7-Kamera entwickelte, die 1974 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Diese 16-mm-Kamera zeichnete sich besonders durch ihr innovatives und ergonomisches Design sowie den integrierten Video-Assist aus. Besonders bei Dokumentarfilmern war die Aaton 7 als “die Katze auf der Schulter” extrem beliebt.

2002 erhielt Jean-Pierre Beauviala den Eastman Kodak Gold Medal Award der Society of Motion Picture and Television Engineers für seine innovativen technischen Beiträge und dabei besonders für das Design der A-Minima-Kamera. 2013 verließ Beauviala Aaton, das von Transvideo übernommen und in Aaton Digital umbenannt wurde. Bis zuletzt arbeitete er an neuen Produkten wie etwa der ultraleichten Kamera Libellule.

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