Vier HD-Bilder aus einem 8K-Sensor

IBC 2018: Panasonic will mit “Region-of-Interest” Live-Übertragungen revolutionieren

Manchmal wünscht man sich bei Sportübertragungen, der Kommentator wäre nicht da. Auf die Kameraleute wird man hingegen selten verzichten wollen. Panasonic hat nun auf der IBC 2018 die so genannte Region-of-Interest-Technologie (ROI) vorgestellt, die auf 8K-Kameras basiert und die Anzahl von eingesetztem Personal und Kameras bei Live-Übertragungen – nicht nur beim Sport – um den Faktor vier reduzieren könnte. 

(Bild: Panasonic)
8K ROI soll die Landschaft der Live-Produktion verändern. Das ist der Anspruch, mit dem Panasonic bei dieser Technologie antritt. Sie verspricht eine höhere Effizienz, indem bis zu vier verschiedene Bildausschnitte von einem 8K-Sensor erzeugt werden können – und zwar für eine Vielzahl von Produktionsanwendungen auch jenseits von Sport-Übertragungen geeignet. Eine automatische Bildkorrektur soll für verzerrungsfreie, natürlich wirkende Full-HD-Bilder sorgen.

Zudem lassen sich im System weitere Kameras integrieren und gruppieren, wobei eine Hauptkamera mit  Sub-Kameras verbunden ist, die schon vor dem Event vorprogrammiert werden können. Auf diese Weise kann ein einzelner Operator für mehrere Kameras mit wiederum mehreren voreingestellten Bildausschnitten  verwalten, was für eine vielseitige Übertragung bei minimalem und kosteneffektiven Einsatz von Ressourcen sorgt. Fügt man dieser Technologie noch KI zur Bilderkennung hinzu, wie es Panasonic schon in Studien auf der NAB 2018 gezeigt hat, sind in Zukunft Sportübertragungen nahezu ohne Kamerapersonal denkbar.

“Durch die Umstellung von mehreren 4K- oder Full-HD-Kameras auf Panasonics neue 8K-Kamera können Produktionsunternehmen ihre Kosten erheblich reduzieren, ohne die immersive Erfahrung zu beeinträchtigen”, erläutert Sivashankar Kuppusamy, Marketing Manager EMEA bei Panasonic. “Bisher war 8K ein Nischenprodukt. Unsere Entwicklungen bringen 8K auf eine Ebene, von der die gesamte Branche profitieren kann.”

Das ROI-System soll ab Sommer 2019 auf den Markt kommen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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