Film & TV Kamera 1–2.2021: Das neue Heft ist da – Drehschluss für 2020!

Liebe Film- & Medienschaffende,

wer auf dem Cover dieser Ausgabe mit dem Zeigefinger von ganz links oben nach ganz rechts unten fährt, durchmisst in vielleicht sieben Sekunden die gesamten siebzig Jahre, die unsere Zeitschrift mit dem Erscheinen des aktuellen Hefts besteht. In diesen siebzig Jahren, einem Menschenalter, hat sich unsere Welt so stark verändert, dass jemand aus dem Jahr 1951 sich in unserer Gegenwart ebenso wenig zurechtfinden würde wie wir in seiner. Selbst Marty McFly hatte damit schon seine Probleme, obwohl er zunächst nur dreißig Jahre zu überwinden hatte.

Was wir ebenfalls bei unserer kleinen Reise über die Titelseite lernen können: Die Veränderung ist auch für uns eine Konstante. Von „Der deutsche Kameramann“ bis zu „Film & TV Kamera“ hat sich die Zeitschrift immer wieder gewandelt und ist so für die Leserinnen und Leser auf der Höhe der Zeit geblieben. Hans Albrecht Lusznat hat das in seinem persönlichen Rückblick auf siebzig Jahre „Film & TV Kamera“ im Spezial ab Seite 24 ähnlich empfunden.

Aber wir wollen unser Jubiläum nicht nur mit dem Blick zurück feiern. Im Spezial bringen wir den nämlich auch ersten Teil einer Serie, in der Timo Landsiedel zehn Kamerafrauen und Kameramänner zu ihrer Lieblingsszene aus den vergangenen siebzig Jahren der Filmgeschichte befragt. Den Anfang macht DoP Markus Förderer ab Seite 30. „Meine Lieblingsszene“ gibt es im kommenden Jahr auch als Podcast.

Mit dem neuen Jahrgang verlassen wir das Jahr 2020, das für die Medienschaffenden so ungewöhnlich und herausfordernd war wie wohl keines, seit es „Film & TV Kamera“ gibt. Doch wir beginnen 2021 mit Zuversicht, nicht nur für die Zeitschrift, sondern auch für unsere gesamte Branche.

Zunächst einmal begrüßen wir hier ab dem kommenden Jahr die ehemaligen Leserinnen und Leser von „Professional Production“ und heißen sie schon jetzt herzlich bei uns willkommen. Außerdem stellen wir uns zukünftig noch breiter auf und übernehmen die Regie bei der Fachmesse Cinec in München.

Und es ist Drehschluss für 2020: Über die Feiertage und zwischen den Jahren ruht nicht nur unser Newsletter, sondern auch wir. Ihnen allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr – wir sehen uns auf der anderen Seite!

Ihr

Uwe Agnes
Chefredakteur

 

Ausgabe 1–2.2021

 

FOKUS

  • Editorial
  • Drei Fragen an … Jana Pape aus Berlin

AT WORK

  • Ein Jahr im Eis Die Nordpol-Expedition des Forschungsschiffs Polarstern in einer High-End-Dokumentation festzuhalten, brachte extreme Herausforderungen für UFA-Producer Philipp Grieß und sein Team.
  • Welt und Raum DoP Frederik Gomoll erweckte mit Regisseur Amir Reichart und Szenenbildnerin Johanna Wagner für den Science-Fiction-Film „Guardian“ eine Raumstation zum Leben.

SPEZIAL

  • 70 Jahre Film & TV Kamera Hans Albrecht Lusznat wirft einen persönlichen Blick zurück in die Geschichte unseres Magazins.
  • Das Chaos des Augenblicks Zum 70. Jubiläum des Hefts befragen wir zehn Kamerafrauen und Kameramänner, was ihre Lieblingsszene aus den letzten 70 Jahren der Filmgeschichte ist. Den Anfang macht DoP Markus Förderer.

IM TEST

  • Farbe mit Köpfchen Die Software Colourlab.ai verspricht Farbkorrektur und -matching auf Basis von Künstlicher Intelligenz mit Ergebnissen wie von einem professioneller Coloristen. Kann das tatsächlich funktionieren?
  • Ab geht die Post Wir haben ausprobiert, wie sich die Festplatte 1big Dock SSD Pro von LaCie in der Praxis schlägt.

HANDS-ON

  • Daumenkino 2.0 Abraham Mike Yousaf ersann einen Krimi, der als Hybrid aus Daumenkino und Möbiusband daherkommt.
  • Erst muss die Basis stimmen Coloristin Biggi Klier gibt seit über 25 Jahren medialen Produktionen den letzten Schliff in Sachen Farbe. Spezialisiert hat sie sich auf Werbung. Sie verriet uns, warum die kurze Form besonders anspruchsvoll ist.
  • Realistischer als je zuvor Für „Wow – Die Entdeckerzone“ hob neue Technik die virtuellen Kulissen auf das nächste Level.
  • Kopierknecht am Set Die Film Data Box automatisiert Routinen, die am Ende eines Drehtags abgearbeitet werden müssen.

AUF EINEN BLICK

  • Cine-Look aus der Box Sony erweitert mit der FX6 seine Cinema Line
  • Aufgefrischt Blackmagic Design bringt DaVinci Resove 17
  • Technologie
  • Menschen
  • Branche
  • „Der Claim ist die Botschaft“ Der BVFK startet seine Aktion „Teampreis 1000+“
  • Diversität per Checkliste? Erste Erfahrungen mit neuen Förderrichtlinien der FFHSH

FESTIVAL

  • Wenn Abgründe in einen zurück blicken Oberflächlich betrachtet mag bei dem 28. Camerimage Festival zwar alles reibungslos verlaufen sein, aber darunter bleibt nichts mehr wie es war, und eine Ära geht zu Ende, findet Jens Prausnitz.
  • Talente mit Erzählkraft Jahre Filmschoolfest Munich: Es sollte ein rauschendes Jubiläum werden. Doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Margret Köhler hat sich für uns die virtuelle Ausgabe 39 1⁄2 angesehen.
  • Wiederkehr der Langsamkeit In der aktuellen Lage sah sich auch die 63. Ausgabe von DOK Leipzig und mit ihr der neue Festivalleiter Christoph Terhechte vor besonderen Herausforderungen.
  • Starker Jahrgang Die 62. Nordischen Filmtage präsentierten sich wegen der Lockdown-Maßnahmen im November ausschließlich als Streaming-Festival und mussten das geplante hybride Format aufgeben.
  • Online ist keine Option Ist ein Filmfestival, das ausschließlich online stattfindet, ein richtiges Filmfestival? Das Internationale Filmfestival Karlovy Vary hat zu dieser Frage deutlich Position bezogen.

DIALOG

  • „Welche verrückte Sache können wir denn heute machen?“ Auf dem Camerimage Festival erhielt Philippe Rousselot den Preis für sein Lebenswerk. Im Interview wirkte er allerdings eher wie jemand, der sich gerade erst warmgelaufen hat.
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.