Rundgang auf der Münchner Filmtechnikmesse

Preisverdächtiges: Cinec 2016 (2)

Die Cinec 2016 ist schon vorbei. Wir lassen sie nochmal aufleben. Begleiten Sie unseren Kollegen Julian Reischl durch die Münchener Messehallen und entdecken sie interessante Neuheiten und aktuelle Innovationen.

Nesys, Nesyled Softpanels, im Hintergrund (gelb) ein Floodloght mit 2000W, kurzzeitig bis 4000 W nutzbar
Foto: Julian Reischl
Zwei Nesys LED-Softpanels, verschieden hell gedimmt und mit unterschiedlichen Farbtemperaturen. Das 2.000-Watt-Flutlicht im Hintergrund ist für Anwendungen in der Auto-Industrie gebaut.

Frisch gestärkt ziehen wir zu LightEquip, wo wir uns über LED-Belechtung infomieren. Als Erstes stoßen wir auf die Practilite 602 von Kinotehnik. Der kleine LED-Fresnel-Scheinwerfer ist dimm- und zoombar, kann frei zwischen Kunst- und Tageslicht geschaltet werden, und das alles per App. Die Velvet-Reihe von Panels ist ebenfalls interessant, so ist die Velvet Mini 1 zum Beispiel regensicher, liefert Farbtemperaturen zwischen 2.700 und 6.500 Grad Kelvin und kann über Netz wie Akku betrieben werden. Daneben stehen die flachen Creamsource-Leuchten Sky und Doppio+, die mit ihren bis zu 1.200 Watt viele Beleuchtungswünsche erfüllen. An diesem Stand stellt auch Schneider-Kreuznach seine Cine-Objektive aus, und auch Blueshape zeigt hier Akkus, Ladegeräte und mehr.

Bei Cooke Optics zeigt uns Rich Eilers die S4i mini, die es nun mit verschiedenen Mounts gibt, die 35-140 Millimeter Anamorphic Zoom Lens, die den Anamorphoten ganz vorne im Objektiv hat, was besondere Effekte ergibt, und die Anamorphotic i SF Series. Das SF steht für „Special Flare“: Wer sein Objektiv damit bestellt, bekommt intensive Lens Flares für sein Geld. Besonders freut man sich auf die Einführung der Panchro i Classic-Serie im kommenden Frühling, mit der die heiß begehrten Speed Panchros neu aufgelegt werden.

Bei P+S Technik sagen wir nur kurz Anna Piffl Hallo (wir kommen später wieder) und eilen zu Nesys. Deren LED-Softpanels Nesyled 50, 100 oder 200, sowie das Floodlight wie das ballwurfgeprüfte Lightpanel sind neu am Markt. Jochen Krumpe erklärt uns das LED-Retrofitting älterer Nesys-Leuchten. Bei Lentequip lernen wir den SafeTap kennenn, ein Schutzstecker für P-Tap und D-Tap, der eigenständig Schäden durch falsch gepolte Steckverbindungen verhindert. Hierfür wird später ein CinecAward verliehen.

Am Stand von Qinematiq führt uns Verena Götzner das System Image+ vor, ein extrem exakter externer Autofokus, der den kompletten Blickwinkel der Kamera stereoskopisch erfasst und vermisst. Fokussieren kann man nun, indem man auf einem Touchscreen an die Stelle tippt, auf die scharfgestellt werden soll. Auch hierfür sollte es später einen CinecAward geben.

ProMedia hat mit den neuen Fill-Lite-Panels eine modular erweiterbare LED-Flächenbeleuchtung mit sanftem und vor allem außergewöhnlich gleichmäßigem Licht. Geschäftsführer Gert Oswald erklärt, dass immer wieder Kameraleute mit dem Lichtmesser kommen und nicht glauben können, dass die Intensität überall auf dem Panel gleich ist. Er ist verwundert darüber, dass die Fill-Lites zwar seit anderthalb Jahren hier auf dem Markt sind, aber nahezu unbekannt. Die Fill-Lite-Wall ist eine Wand aus diesen Kacheln, die mit 61 × 61 cm jeweils um die 1.400 Lux bei drei Fuß Abstand liefern.

Die RovoCam von AJA beeindruckt uns mit ihren wirklich sehr kompakten Abmessungen, doch wir müssen gleich weiter, denn wir haben einen Termin bei Cinevision Solutions, wo uns Marco Stolzenburg ein Gespräch mit den französischen Entwicklern der LED Lumière Panels verschafft hat. An diesem Stand gefällt uns außerdem der Schminkspiegel GlassMak mit LED-Beleuchtung, die auf die Farbtemperatur am Set angepasst werden kann.

Das Team von MBF Filmtechnik hat die Front ihres Standes mit ihren verschiedenen Taschen geschmückt, was aufgrund der starken Farben auffällt und Besucher anzieht. Diese werden dann schnell, genau wie wir, vom umfangreichen Portfolio des Rentalhauses in Bann geschlagen. Darunter auch der Knüller der Cinec, die Celere-HS-Optiken von Hanse Inno Tech – für die es später einen CinecAward gibt. Hersteller SWIT hatte gleich drei Vertreter des chinesischen Headquarters mit an den MBF-Stand geschickt. Sie stellten eine neue Studio Monitor Serie vor, die aus Modellen zu 17, 21 und 24-Zoll besteht. Sie kommen entweder als günstige Broadcast-Variante oder als Cinema-Variante mit zusätzlichem Waveform-Vectorscope. Alle Modelle haben einen V-Mount Anschluss zum mobilen Betrieb.

Dann ziehen wir weiter zu Panther, wo wir den U-Bangi-Slider kennenlernen, der bequem auf Dollies und Stative montiert werden kann. Die vielseitige Doppelschiene ist zwischen 48 und 296 cm Länge erhältlich. Auch neu ist der beeindruckende Remote-Head Maximus 7 von Spacecam Systems, ein Stabilisierungssystem auch für große Kameras, das an Kränen auf Fahrzeugen, Booten oder am Hubschrauber zum Einsatz kommt. Neben diesen fällt das Praktikabel mit den verlängerbaren Beinen auf.

Zum dritten und letzten Teil unseres Rundgangs über die Cinec 2016 geht es hier.

[Teil 1Teil 2Teil 3]

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