Starker Ausbau der Produkte für cloudbasiertes Arbeiten

NAB 2017: Avid setzt massiv auf die Cloud

Avid hat angekündigt, das vor vier Jahren gestartete Avid Everywhere massiv weiter zu entwickeln. Dafür wurden auf der AVID Connect 2017 im Rahmen der NAB Show in Las Vegas viele Erweiterungen für die MediaCentral-Plattform angekündigt.

Nach vier Jahren hat sich Avid mit der Avid Connect 2017 ihrer Avid Customer Association eines der meist erwarteten Events der NAB Show aufgebaut. Nachdem in ihrem ersten Jahr gleich eine der umfassendsten Strategieänderungen der Unternehmensgeschichte vorgestellt wurde – Avid Everywhere –, zog CEO Louis Hernandez Jr. in diesem Jahr positive Bilanz der Neuausrichtung. Nach vier Jahren habe man nicht nur das Unternehmen umgebaut, sondern auch viele der Punkte, die damals noch Vision waren, in die Realität umgesetzt. Er betonte, dass dies nur in enger Kooperation mit den Kunden, also der ACA möglich war.

Doch Hernandez Jr. beließ es nicht bei der Selbstbeweihräucherung. Er lieferte auch ab. So stellte er höchst konsequente und für Anwender teils höchst spannende Erweitungen vor. Die Avid MediaCentral Plattform, Zentrum der Avid-Everywhere-Strategie, wird jetzt komplett Clowd-angebunden und ermöglicht flexibles, cloudbasiertes Arbeiten mit den Avidtools, sei es in der Private Cloud, der Public Cloud oder gar mit verschiedenen Anwendungen der Avid Suite als Virtual Engines.

Hybridlösungen

Dabei war eine der Grundlagen für die Entwicklungen nach Aussage des CEOs, dass viele Kunden günstiger produzieren müssen, als zuvor. Die immens angestiegene Contentkonsum und der folgenden Produktion sei eine signifkante Erhöhung der Budgets bislang noch nicht gefolgt. Zudem ist es für viele Unternehmen in der Branche nach den investitionsreichen letzten Jahren schwer durchsetzbar, jetzt erneut ganze Produktionszweige auf die Cloud umzustellen. Auch, wenn es durchaus Branchenplayer gibt, die das getan haben. Am Beispiel von Al Jazeera wurde aber auch deutlich, dass dahinter eine klare, wirtschaftlich-strategische Entscheidung der Unternehmensführung steht, wie Al Jazeera-CTO Mohammed Abuagla im Gespräch anschaulich machte.

Viele Unternehmen würden zunächst also eher auf Hybrid-Lösungen zwischen Cloud und konventionellen Workflows setzen, so Hernandez Jr. “We’ve designed our cloud offerings to be complementary to what our clients may already have deployed on premises today—allowing them to just add cloud-deployed tools, workflows and services as they need them, leveraging the investment they’ve already made. We believe the cloud will usher in an exciting new era for the media industry, opening up new operational possibilities and strategic business opportunities. And with Avid, our clients can begin this journey to the cloud in their own way and at their own pace.”

Mit der webbasierten, neuen Avid MediaCentral Cloud UX wurde das User-Interface komplett überarbeitet und nach Avid-Aussage noch intuitiver und ermöglicht die Veröffentlichung von Content von Workstation, Laptop oder Mobilem Gerät. Die Media Suite wird in der Cloud anwendbar sein, sei es als direkte Anwendung, im Private Data Center oder in der Public Cloud. Dazu werden Interplay MAM, Interplay, Production, iNews Socaial Media Hub sowie Maestro und 4Designer gehören.

Zu den neuen Services gehören auch der Unified Avid Dialogue Search mit phonetischer Analyse- und Indexing-Technologie und Avid Illuminate, wo automatisch Bauchbinden, Beschreibungen und Sprachfassungen im Inhalt abgeglichen werden können.

Das Connectivity Toolkit wird auf die Cloud ausgedehnt, um es auch in dieser Umgebung Drittanbietern zu ermöglichen, Tools, Technologien und Services mit der Plattform zu verbinden. Zudem wird das MediaCentral Management Layer eine flexible Skalierung der Ressourcen beim Einsatz der Avid-Lösungen ermöglichen, um vorhandenen Speicher, Rechenpower und Banbreite in dem Prozess zu optimieren. Nicht zuletzt werden auch die Lizenzierungsoptionen flexible sein, um jeder Unternehmensgröße, jedem Einsatzgebiet und jedem Finanzplan in der Umsetzung gerecht zu werden.

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