Features werden per Softwarepaket freigeschaltet

NAB 2016: Neue 4K-Kamera von Grass Valley

Grass Valley setzt der LDX 86-Serie eins drauf: Die neue LDX-86N-Serie ist mit neuen 4K-Sensoren bestückt, die nativ 3.840 x 2.160 Pixel liefern – oder auch Full HD, ebenfalls nativ.

Die Grass Valley LDX 86N Kamera
Foto: Grass Valley
Die Grass Valley LDX 86N Kamera

In jeder Kamera der neuen LDX 86N-Serie verrichten je drei 2/3-Inch 4K Xensium Hawk CMOS-Sensoren der neuesten Generation Dienst. Bei der älteren LDX 86-Serie waren dies 2/3-Inch Xensium-FT CMOS-Sensoren. Grass Valley setzt auf eine Software-Strategie statt auf unterschiedliche Hardware: Mithilfe von Softwarepaketen lassen sich Features der Kamera freischalten, dauerhaft oder auch zeitlich begrenzt. Auch in der LDX 86N-Serie werden hierzu zwei parallele “Upgrade Paths” angeboten:

Die Option WorldCam ist die Basisausstattung und Teil beider Strategien. Im “LDX 86N Native Higher Resolution Upgrade Path” (hier: a) gibt es die Zwischenoption 4K. In den “LDX 86N Native Higher Frame Rate Upgrade Path” (b) fallen die Optionen HiSpeed (HS) und XtremeSpeed (XS). Die Option Universe bezeichnet die komplett freigeschaltete Kamera mit allen Optionen.

Das Basispaket WorldCam beinhaltet alle Formate der LDX 80 WorldCam und der LDX 86 WorldCam (HD / PsF / 3G) sowie die Möglichkeiten zum Upgrade. Von dort gibt es folgende Upgrade-Optionen:

a) Das Paket LDX 86N 4K erweitert die Auflösung auf native 4K in 3.840 x 2.160 Pixel und kann zum Paket Universe erweitert werden.

b1) Das Paket LDX 86N HiSpeed (HS) schaltet Zeitlupe in 1x und 3x native HD frei und kann zum Paket Xtreme Speed oder Universe erweitert werden.

b2) Das Paket LDX 86N Xtreme Speed (XS) schaltet zusätzlich zum Paket HiSpeed 6x HD frei, sowie 1x und 3x 3G-Aufzeichnung. Upgrade ist zum Paket Universe möglich.

Das Paket LDX 86N Universe vereint alle Optionen und ermöglicht das freie, native Umschalten zwischen den Formaten 1x / 3x/ 6x native HD, 1x und 3x native 3G sowie 1x 4K.

Marco Lopez, CEO von Grass Valley
Foto: Timo Landsiedel
Marco Lopez, CEO von Grass Valley

Die Kamera wiegt 2,1 kg inklusive Handgriff und Schulterstütze. Es können Objektive mit 2/3 Inch Bayonet Mount verwendet werden. Zwei motorisierte Filterräder bieten 1/4 ND, 1/16 ND, 1/64 ND auf dem ersten, sowie einen Effektfilter für 4-strahlige Sterne und einen Weichzeichner auf dem zweiten Rad. Die Farbtemperatur lässt sich zwischen 3.200°K, 5.600°K und 7.500°K schalten. Weitere Modi, wie zum Beispiel ein fortwährender automatischer Weißabgleich, sind verfügbar.

Der Ton des Frontmikrofons wird gesteuert über eine XLR-3-Buchse eingefangen, eine 48-Volt-Phantomspeisung kann zugeschaltet werden. Das Objektiv wird über Hirose 12-pin angeschlossen, der Sucher mit 20-pin oder HDMI. Zudem gibt es eine Ethernet RJ-45 und eine USB-Schnittstelle. Erhältlich sind ein 2-Inch-CRT Viewfinder in schwarzweiß, ein 2,7-Inch LCD Viewfinder, ein 7-Inch LCD-Viewfinder und ein 7,4-Inch OLED-Viewfinder.

Grass Valley wirbt damit, dass die native 4K-Auflösung in vollem 16:9 ohne Cropping- oder Zooming-Effekte gegeben ist, und die Kamera sich daher ideal für EB wie den Studioeinsatz eignet. Die 2/3-Inch 4K Xensium Hawk CMOS-Sensoren liefern nativ 3.840 x 2.160 Pixel, und mit der “dynamic pixel management”-Technologie DPM Ultra auch 1.920 x 1.080 – ebenfalls nativ. Hierbei sollen die Negativeffekte von 4K, insbesondere der Rolling-Shutter-Effekt und die verminderte Empfindlichkeit, ausgemerzt sein.

Die LDX 86N-Systemkamera arbeitet in allen Konfigurationen mit den XCU XF fiber base stations und den XF Transmission Adaptern.

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