Kleine Kamera, großes Objektiv

IBC 2016: Fuji zeigt X-T2 und 4K Cine Lens XK6x20

Nach ersten Tests im Juli diesen Jahres wurde bei der IBC 2016 in Amsterdam die neue Kamera X-T2 aus dem Hause Fuji der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Fujinon Cine Lens XK6x20 an der Fujifilm X-T2 auf der IBC
Foto: Timo Landsiedel
Die Fujinon Cine Lens XK6x20 an der Fujifilm X-T2 auf der IBC

Optisch gesehen ist der Unterschied zum Vorgängermodell X-T1 nicht sehr groß. Sie ist weiterhin mit den bekannten Einstellrädern für Zeit, Iso und Beleuchtungskorrektur (neu bis 5EV) ausgestattet. Die Einstellräder sind nun etwas größer und haben jetzt einen Druckpunkt. Neu ist ein Joystick, der für die Wahl der AS-Messfelder sowie für die Menünavigation dient. Die spritzwassergeschützte Kamera verfügt über eine verbesserte Abdeckung des Speicherkartenfaches, welche jetzt kaum noch versehentlich geöffnet werden kann.

Das 3-Zoll große Display mit 1,04 Mio. Pixeln kann nach oben und unten geklappt werden, jedoch nicht frei geschwenkt werden. Beim OLED-Sucher ist die Vergrößerung von 0,77x im Gegensatz zur X-T1 gleichgeblieben. Zusätzlich passt sich der Sucher automatisch der Umgebungsbeleuchtung an und löst auf 2,36 Mio. Pixel auf. Einen optischen Sucher gibt es nicht.

Das neue Gerät verfügt über einen Hybrid-Autofokus, welcher 91 Messfelder (davon 40 mit Phasendetektion), welcher sich auf 325 (169 mit PD) erweitern lässt. 40 Prozent des Bildfeldes werden durch den verbesserten Phasen-Autofokus abgedeckt. Zusätzlich bringt die X-T2 5 neue Presets mit, die für Sport- und Action-Szenarien vorgesehen sind.

Der Bildsensor der Fujifilm X-T2 ist vom Typ CMOS III, wie er auch in der X-Pro2 verwendet wurde, und verfügt über einen Empfindlichkeitsbereich bis ISO 12.800. Dieser ist erweiterbar bis zu ISO 51.200 und kann nun auch im Raw-Modus verwendet werden.

Die Neue X-T2 kann Videos in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) aufnehmen, wobei die Länge auf 10 Minuten begrenzt ist. Dabei nimmt sie mit maximal 30 Bildern pro Sekunde und 100 MBit pro Sekunde auf. Durch einen Clean-HDMI-Ausgang ist eine unkomplizierte Aufnahme auf externen Recordern möglich.

Die Fujinon Cine Lens XK6x20 an der Fujifilm X-T2 auf der IBC
Foto: Timo Landsiedel
4K-Recording auch extern über HDMI

Die Kamera ist ab sofort verfügbar und kostet 1.699,00 Euro. Im Set mit dem Zoom Fujinon XF18-55mm 1:2,88-4R LM OIS 1.999,99 Euro.

Außerdem neu bei Fuji die Cine-Lens XK6x20. Dieses Zoom-Objektiv eignet sich für den Einsatz bei Kameras mit Super 35mm-Sensoren und PL Mount. Es deckt den Brennweitenbereich von 20 mm bis 120 mm ab. Das Objektiv verfügt über T3.5 im kompletten Zoombereich. Zum Objektiv gibt es einen abnehmbaren Motor für Zoom und Fokus. Die Zahnkränze sind mit 0,8 Millimetern für Standardsysteme geeignet.

Das Objektiv reiht sich in Cabrio-Serie von Fujinon, die bisher die Objektive PL 19-90 mm, PL 85-300 mm, PL 14-35 mm und PL 25 – 300 mm umfasst.

Das Objektiv ist ab sofort erhältlich und kostet 16.000,00 Euro netto (UVP).

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