Innovation von Hamburger Unternehmen

Hanse Inno Tech präsentiert den Compact Collimator

Dass sie gut mit Optik können, haben sie bewiesen. Für die HS Celere Optiken aus dem Hause Hanse Inno Tech gab es 2016 den Cinec Award. Kurz vor der NAB Show 2017 haben die Hamburger einen Collimator vorgestellt, bei dessen Preis sich mancher die Augen reiben wird.

Foto: Hanse Inno Tech

Steven Kisilevich ist schwer zu stoppen, wenn er mal loslegt. Das gilt für seine HS-Celere-Objektive, den ungewöhnlichen Fahrzeugmount und auch für den neuen Compact Collimator. Die Begeisterung für sein Metier springt schnell über. Der Gründer von Hanse Inno Tech hat jetzt mit Kompagnon Lars Andersen einen neuen kompakten Collimator vorgestellt. Ziel in der Entwicklung war es laut Kisilevich, ihn besser und günstiger zu machen.
Nun ja. Das wollen alle. Der Preis lässt aufhorchen. Die Grundvariante soll für unter 10.000 Euro zu haben sein. Kisilevich hat damit einen eigenen Wunsch an den Markt umgesetzt. „Ich habe mir das als Kameramann gewünscht“, sagt er heute. Jetzt setzt er es um, weiß wo er sparen kann, um auf den Preis zu kommen, und wo auf keinen Fall.
Auch deshalb wird es den Collimator in zwei Varianten geben, die sich auch an unterschiedliche Nutzer wenden. Die CC1 wird vornehmlich für kleinere Rental-Unternehmen und freie Kameraleute geeignet sein. Die CC2 wird eher für den dauerhaften Gebrauch geeignet sein und daher für Reparatur- und Servicehäuser sowie TV-Stationen und große Rental-Unternehmen geeignet sein.

Bei der Entwicklung wurde besonderer Wert auf Robustheit und eine simple Bedienung, bei einer Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten gelegt. So bietet die CC2 zum Beispiel eine neue Messfunktion über fünf Achsen. Rack und Pinion sind aus hochwertigem Material gefertigt, welches eine hohe Genauigkeit garantieren soll. Durch Material, das sonst in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommt, ist das Gerät nach Herstellerangaben die leichteste Test-Bench der Welt, kann aber dennoch mit bis zu 100 Kilogramm belastet werden. Der Track ist mit verschiedenen Skalen bestückt, welche eine stufenlose und genaue Ausrichtung ermöglichen sollen. Das CC1 hat eine Optik von 140 mm, die CC2 sogar 300 mm. So können alle Details bei dem zu testenden Objektiv erfasst werden. Die Retikel beider Modell nutzen einen Siemens-Stern.

Die Adapter-Basis am Messblock kann geshimmt werden, zudem ist ein Adapterwechsel schnell möglich, da der Abstand von Linse zu Sensor innerhalb einer engen Toleranz bleibt. Das Laufprofil des Collimators kommt in den Standardlängen 1, 1,5 sowie 2 und 2,5 Meter – aber auch alles zwischen 1 und 6 Metern im Kundenauftrag ist möglich. Die Endstücke des CC2 sind mit Magneten ausgestattet, um einen sanften Halt zu gewährleisten.

Eine wichtige Komponente für den Collimator kommt laut Kisilevich von Präzisionsentwicklung Denz aus Hohenbrunn. „Warum soll ich das teuer selbst entwickeln, wenn es so hervorragende Hersteller gibt?“  Alle CC2-Modelle werden mit der Universal-Verstellplatte DENZ BP-multi Spezial ausgeliefert. Der Collimator kann zudem als Lens Projector und zum Prüfen der Vergütung von Linsen genutzt werden. Sowohl 19-mm-Rodsysteme als auch 15-mm-Systeme werden unterstützt.
Es sind Updatepacks von der CC1-Version zur CC2 geplant. Zudem wird es Varianten geben für Nutzer, die schon beim Kauf der CC1 wissen, dass sie in absehbarer Zeit upgraden werden.

 

 

 

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