Workshop Steadicam

In einem zweitägigen Workshop haben Interessierte am 10. und 11.12. die Gelegenheit, eine Einführung in das Arbeiten mit Steadicam in der Medien-Werkstatt Linden in Hannover zu besuchen. Die schwebende Kamera ist aus kaum einem Film mehr wegzudenken. Vom Steadicam-Operator werden neben einer guten körperlichen Konstitution umfassende Kenntnisse im Bereich der Bildgestaltung und der szenischen Auflösung erwartet. Die Beweglichkeit des Systems macht oft eine besondere Lichtgestaltung notwendig.
Neben der Analyse von Steadicam-Aufnahmen, technischen und gestalterischen Hinweisen sollen die Teilnehmer sich selber in der Bedienung des Systems erproben und auch für sich klären, ob eine Arbeit mit diesem Kamerastabilisierungssystem für sie in Frage kommt.

Referent Hans Albrecht Lusnat ist Kameramann und Steadicam-Operator.

Die Teilnahmegebühr beträgt 180 Euro. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Mediencampus.



Kommentare

  1. Für alle, die mit der Steadicam arbeiten möchten, ist die Teilnahme an einem Workshop quasi Pflicht. Nur so vermeidet man typische Anfängerfehler. Habe selbst im Frühjahr an einem 6-Tage-Workshop teilgenommen und möchte diese Erfahrung nicht missen.

    Wolfgang

    • Andreas Küster sagt:

      Hallo Wolfgang (und alle anderen, die sich mit diesem Thema beschäftigen),

      Deinem Standpunkt kann ich nur beipflichten.

      Ich habe seit 1988 immer wieder an Workshops teilgenommen, die Garrett Brown geleitet hat. Dabei habe ich auch für meine eigenen Kurse jedes Mal neue Erkenntnisse gewonnen.

      Eines ist aber stets das Wichtigste geblieben, nämlich die unausweichliche Notwendigkeit, sich mit den Grundlagen der Handhabung von Kamera-Stabilisierungssystemen vertraut zu machen, bevor man solche für seine eigene Produktion einsetzen kann – und schon erst recht, wenn man sich damit am Markt als Operator verkaufen möchte.

      Die Erhältlichkeit von billigen Systemen, die inzwischen die Anschaffung arrivierter Produkte scheinbar in Frage stellt, befreit einen jedoch nicht von der zwingenden Notwendigkeit, sich das Wissen um deren Funktionsprinzipien anzueignen.

      Denn die Ausrede: “Naja – das Ding hat ja auch nicht so viel gekostet” gilt nicht, wenn der Operator es “nicht drauf” hatte…

      Schönen Gruß – und watch the level, keep the headroom… (auch im Don Juan)
      Andreas

      • Hallo Andreas!

        Pflichte dir voll bei: Man darf beim Kauf einer Steadi(y)cam keinesfalls sparen! Auch ich habe hier Lehrgeld bezahlt: Vor ca. 5 Jahren legte ich mir ein solches Billigteil zu (Glidecam). Für erste Gehversuche und zum Üben war das Teil zwar nicht schlecht, aber es lieferte letztendlich keine wirklich brauchbaren Ergebnisse.

        Ich konnte üben bis zum Umfallen, aber man sah jeden einzelnen Schritt von mir im Bild! Habe das Teil dann verkauft und mir eine “richtige” Steadicam zugelegt, wenn auch nur eine “Zephyr”. Und siehe da: Selbst bei den ersten Aufnahmen wesentlich bessere Resultate, obwohl ich mit dem neuen Rig noch gar nicht vertraut war. Es geht halt nix über jahrzehntelange Erfahrung beim Design solcher komplexen Produkte!

        Und teuer wird eine Steadicam ja sowieso: Funkschärfe, HD Video-Funkstrecke, weiteres Zubehör wie Akkus, Ladegeräte, Ersatzkabel, und und und… Man weiß, wo das Geld bleibt!

        Nur gut, dass ich Steadicam nicht hauptberuflich betreibe. Wenn man nicht gerade zu den Top-Leuten gehört, kann man wohl kaum noch davon leben.

        Wolfgang

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