Vom 9. bis zum 13.5. findet in Stuttgart zum 19. Mal das Internationale Trickfilmfestival statt. Das bedeutet nicht nur zahlreiche spannende Animationsfilme innerhalb kürzester Zeit, sondern auch ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Workshops, Präsentationen und Vorträgen.
Pro Festivaltag können Drehbuchinteressierte ab 10 Uhr in einen von fünf Workshops mit internationalen Drehbuchexperten eintauchen:
Den Anfang macht am 9.5. der Workshop «Anatomie & Animation» von Stuart Sumida (Berkeley). Er wird aufzeigen, wie die Richtlinien zur Darstellung der Anatomie und Beschaffenheit von real existierenden Tieren auf die Konstruktion von hybriden, fantasiereichen oder ausgestorbenen Kreaturen übertragen werden können.
Am 10.5. wird Michel Ocelot (Paris) im Workshop «Zwei Wege der Ideenfindung» anhand von Fallbeispielen aus seinem eigenen Werk vorstellen, wie er an die Themensuche herangeht: Zum einen mithilfe von alten Volksmärchen und Erzählungen, zum anderen mit dem Blick in die ganz persönliche Geschichte.
Hannes Rall (Singapur) bietet am 11.5. den Workshop «Narrative und interdisziplinäre Forschung – Neue Wege in der Drehbuchentwicklung» gemeinsam mit Dr. Simeon Magliveras (Athen) an. Beide wollen demonstrieren, wie der wissenschaftliche Ansatz und die praxisorientierte Konzepterstellung von Animationsfilmen so miteinander kombiniert werden können, dass sie bei der Entwicklung von Drehbüchern, Design und Animationstechniken von großem Nutzen sind.
In «Alois Nebel: Schreiben nach Fahrplan – Graphic Novel und Animationsadaption» stellt Jaroslav Rudiš (Prag) am 12.5. seine Graphic Novel Alois Nebel und deren aufwändige Verfilmung mithilfe der Technik der Rotoskopie durch Tomáš Luňák vor. Wie wird aus einem Comic ein Film? Warum ist Alois Nebel kein Spielfilm, aber eine Animation? Wie setzt man 350 Comic-Seiten in 87 Filmminuten um?
Der Workshop «Alternative Wege des Drehbuchschreibens» von Fréderic und Samuel Guillaume geht am 13.5., dem letzten Festivaltag auf die verbreitete Angst vor dem leeren Blatt ein. Anhand aktueller Beispiel wird über alternative Erfahrungen des Schreibens berichtet. Ob es dabei um eine Serie für Kinder, Kurzfilme oder einen animierten Dokumentarfilm geht, spielt keine Rolle – es ist der Prozess des Schreibens, der dem Projekt seine Besonderheit gibt und die Autoren manchmal auf unvorhergesehene Wege führt.
Die Workshops finden jeweils ab 10 Uhr im Kino Metropol in Stuttgart statt und kosten 25 Euro. Für Akkreditierte Festivalbesucher ist die Teilnahme kostenlos. Anmeldung für die Drehbuchworkshops unter: 0711-92 54 61 23 und kartenreservierung@festival-gmbh.de. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des 19. Internationalen Trickfilmfestivals Stuttgart.


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