Digitalisierung des Filmerbes im Bundestag

Die deutsche Bundesregierung soll eine Kostenabschätzung für die Pflichtarchivierung und Digitalisierung aller deutschen Filme vorlegen. Unter Federführung des Kinemathekenverbundes soll ein Bestandskatalog aufgebaut werden, um festzustellen, wo und in welchen Formaten Filme zu archivieren sind. Die Regierung soll zugleich prüfen, welche Gelder dafür aus dem Bundesetat zur Verfügung gestellt werden können. Dies beschloss der Bundestags-Ausschuss für Kultur und Medien mit den Stimmen der Regierungsfraktionen. SPD und Grüne hatten sich enthalten.

Die Anträge der Opposition waren weitergehend. Laut SPD und Grünen fehlt es einer Gesamtstrategie für die langfristige Sicherung des Filmerbes. Das digitalisierte Filmerbe müsse zudem mit Audiodeskriptionen und Untertitelungen für behinderte Filmbesucher versehen und für Bildungszwecke kostenfrei zugänglich sein.

Die Linksfraktion hatte gefordert, 6 Millionen Euro pro Jahr für die Digitalisierung im Bundeshalthalt einzustellen. Weitere 6 Millionen sollen die Filmbranche und die filmtreibende Werbewirtschaft bereitstellen. Darüberhinaus wurde eine zweckgebundene Abgabe von 5 Cent je Kinokarte vorgeschlagen, um die langfristige Sicherung von Kino- und TV-Filmen wie auch Werbefilmen zu finanzieren.

Antrags-Drucksachen:  CDU/CSU/FDP 17/11006, SPD 17/10098, Grüne 17/8353 und Linke 17/11007.



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