Agnès Godard in Marburg: Salut et félicitations !

Kamerafrau Agnès Godard, AFC.In diesem Moment (2. und 3. März) finden in Marburg die Marburger Kameragespräche statt. Thema ist die Kameraarbeit der Französin Agnès Godard, die anwesend ist und den diesjährigen Marburger Kamerapreis erhält – wir sagen Glückwusch und Salut!

Agnès Godard – wie könnte man sie und ihre Arbeit nicht kennen! Nähergekommen ist sie uns aber auch durch ein längeres Interview, das Kameramann Willy Kurant, AFC, ASC, mit ihr geführt hat, nachdem er Emanuele Crialeses Auswanderer-Epos GOLDEN DOOR gesehen hatte. Es erschien zunächst in der Nr. 3  der Fachpublikation des französischen Kameraverbandes AFC und wenig später auch auf Deutsch im FILM & TV KAMERAMANN (Heft 4/2010, S. 6 ff). Seit letztem Dezember ist es online verfügbar auf www.kameramann.de.

Von den vielen von ihr seit den frühen 1990er Jahren fotografierten Kinofilmen kennen wir eine ganze Reihe und bewundern ihre Kunstfertigkeit und ihre Fähigkeit, für die jeweiligen Regisseurinnen und Regisseure mit denen sie arbeitet, immer wieder neue Bilder zu bauen oder zu finden und dabei immer eine ganz besondere Atmosphäre mit den Schauspielern aufzubauen. Oder, besser ausgedrückt, nicht nur für die Regie, sondern zusammen mit ihr, den Darstellern und dem ganzen Filmteam Bilder zu machen und Szenen zu kreieren, die anders wohl nicht hätten entstehen können, ihren Zauber nicht gefunden hätten. Agnès Godard ist Mitglied im französischen Kameraverband AFC (Association Française des Directeurs de la Photographie Cinématographique).

Natacha Régnier und Élodie Bouchez (r.) in LA VIE RÊVÉE DES ANGES (LIEBE DAS LEBEN, Super-16, Blow-up 35 mm, 1:1,66, Farbe, Regie: Éric Zonca, Frankreich 1998). Foto: Diaphana Films.

Natacha Régnier und Élodie Bouchez (r.) in LA VIE RÊVÉE DES ANGES (LIEBE DAS LEBEN, Super-16, Blow-up 35 mm, 1:1,66, Farbe, Regie: Éric Zonca, Frankreich 1998). Foto: Diaphana Films.

Marburger Kameragespräche, Marburger Kamerapreis 

Marburger Kameragespräche 2012 – PosterDas Programm der Marburger Kameragespräche begann am Freitag schon am frühen Nachmittag mit der Vorführung des Spielfilms BEAU TRAVAIL (Regie: Claire Denis, Frankreich 1999) und anschließendem Werkstattgespräch mit Kamerafrau Agnès Godard und der Filmjornalistin Cristina Nord, moderiert von Sabine Horst, Filmjournalistin  und Beiratsmitglied der Marburger Kameragespräche.
Am Freitagabend fand in der Alten Aula der Marburger Philipps-Universität die feierliche Preisverleihung statt, bei der die französisch-schweizerische Filmemacherin Ursula Meier die Laudatio hielt. Mit ihr hatte Agnès Godard an dem Spielfilm HOME (Frankreich/Belgien/Schweiz 2007) gearbeitet, der in vielen Ländern der Welt recht gut im Kino lief und ein vielfacher Festivalerfolg war. Und für sie hat sie auch letzten Winter  in den Schweizer Alpen L’ENFANT D’EN HAUT (97 min, Schweiz/Frankreich 2012,  internationaler Titel: SISTER) fotografiert, der jüngst auf der Berlinale im Wettbewerb auffiel, hier ein paar Live-Bilder mit Schauspielerin Léa Seydoux und von der Pressekonferenz nach der Vorführung im Berlinale-Palast.

Kinovorführungen mit anschließenden Werkstattgesprächen in Anwesenheit von Agnès Godard gibt es am Samstag noch von HOME (ab10 Uhr im  Marburger Filmkunsttheater) und von GOLDEN DOOR (NUOVOMONDO, Regie: Emanuele Crialese, ITALIEN/FRANKREICH 2006 – ab 15 Uhr im Filmkunsttheater).
Diskussionteilnehmer bei den Werkstattgesprächen sind Kamerafrau Judith Kaufmann, BVK, Kameramann Rolf  Coulanges, BVK, die Filmjournalstinnen Cristina Nord und Sabine Horst (Moderation) und die Filmwissenschaftlerin nen  Prof. Dr. Stefanie Diekmann und Prof. Dr. Fabienne Liptay (Moderation).

In unserer Ausgabe 5/2012 (Erscheinungstermin: 20.4.2012) werden wir von den Marburger Kameragesprächen berichten.

Foto oben: Archiv Agnès Godard

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