Der Preis für die beste Kamera in der Kategorie Spielfilm, der im Rahmen des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund-Köln vergeben wird, ist an Julia Daschner für die Bildgestaltung im Kurzfilm BERGIG verliehen worden. Julia Daschner ist bisher vor allem als Dokumentarfilmerin und Kamerafrau unterwegs gewesen und konnte nun mit BERGIG nicht nur einen spannenden Film präsentieren, der die Jury überzeugt hat, sondern zugleich ihre erste fiktionale Arbeit, bei der sie auch für die Regie verantwortlich war.
Die Begründung der Jurorinnen Sophie Maintigneux, Jana Marsik und Anne Misselwitz anlässlich der Entscheidung, BERGIG mit dem Preis auszuzeichnen lautet: «Eine Begegnung am Bahnhof. Ein Wochenende in den Bergen. Eine Affaire. Mona ist frei, verliebt und voll Sehnsucht. Jan ist verheiratet, Vater, und aus seinen Augen spricht Zerrissenheit und Gewissen. Aber Beziehungen sind nicht immer so oder so. Die Bilder entführen uns in das Spannungsfeld zwischen der Magie der Anziehung und der Angst vor der Unmöglichkeit. Durch die Eleganz der Handkamera entfaltet sich in behutsam gesetztem Licht die erotische Kraft des Films. Subtil und leicht bewegt sich die Bildsprache zwischen Nah und Fern, zwischen zartem Gefühl und der Gewalt der Natur. Julia Daschner gestaltet mit Sinnlichkeit. Sie erschafft eine tiefe Nähe zu den Figuren, die uns berührt.»
Der Preis für die beste Kamera in der Kategorie Dokumentarfilm ist an Eva Katharina Bühler für die Bildgestaltung in DER WEISSE SCHATZ UND DIE SALZARBEITER VON CAQUENA verliehen worden, die ebenfalls nicht nur für die Bildgestaltung, sondern auch für die Regie verantwortlich war.
Die Jurybegründung lautet: «Eva Katharina Bühler erzählt uns in präzise komponierten Bildern vom Alltag der Bewohner am Ufer des Sees und der drohenden Zerstörung ihrer Existenz und Traditionen. Ihr Blick ist wach, ihre Kameraführung geduldig und entschieden. Die Bildsprache entwickelt eine eigene Dramaturgie und Dynamik. Am Ende verlässt die Kamera ihre respektvolle Distanz und entfesselt sich in einem lebendigen Tanz. Ein Tanz, der irgendwann für die Indios enden wird.»
Die Preise werden im Rahmen der Preisverleihung beim Festival am 22.4. in Köln vergeben. Beide Preisträgerfilme sind im Programm des Festivals zu sehen. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Münchner Filmwerkstatt und beim Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln.


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