Das fragt sich DP Tom Fährmann, der dieses Jahr mit der internationalen Co-Produktion DEATH OF A SUPERHERO seinen ersten Spielfilm komplett auf der Arri Alexa digital aufgenommen hat. Fährmann beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Digitalrechnik, findet aber, dass die künstlerisch ästhetische Auseinandersetzung mit dem neuen Medium bisher zu kurz gekommen ist.
«Der Wechsel von analog zu digital erfolgt, ähnlich wie vor etwa zehn Jahren in der Fotografie, abrupt und heftig und in direktem Zusammenhang mit den Fähigkeiten der digitalen Technik. Sobald das digitale Bild die technischen und ästhetischen Möglichkeiten eines Analogbildes in weiten Teilen erreicht, wechselt die Branche das Medium umgehend. Geringere Kosten und ein Zuwachs an Zeitersparnis mögen, wie überall heutzutage, die ausschlaggebenden Gründe dafür sein. Darüberhinaus ist in den westlichen Gesellschaften eine digital-affine Gesamtstimmung zu bemerken, bei der das Digitale per se das Modernere, Bessere, Elegantere ist, selbst dort, wo es die Qualität seines analogen Pendants nicht annähernd erreicht. (…)
Doch die Zahl der möglichen Probleme hat sich im Dschungel des Digitalen nicht verringert. Sie bekommen nur andere Namen und warten an anderer Stelle auf uns.»
Den vollständigen Kommentar finden Sie in der aktuellen Ausgabe 1/2012 des FILM & TV KAMERAMANN, ab dem 20.12.2011. Interesse weiterzulesen? Hier gibt es das Heft als Printausgabe.
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Foto: Hennig Rädlein.


Bis heute keine Reaktion auf den Kommentar von Christian Locke! In einer Fachzeitschrift von einem DP Zweckbehauptungen ohne Lieferung von brauchbaren Fakten, das ist ja üblich. Welchem Zweck diese dienen sollen, ist offensichtlich. “Farbklumpen”? Seit Einführung der T-Grain-Technik bei Farb-Negativfilm gibt es weder diese noch Korn, sondern Flachkristalle mit bizarren Rändern und in unterschiedlichsten Größen zueinander, inzwischen in erheblich reduzierter Größe; so demonstriert von Kodak auf einem Symposium 2011 in München. Wenn in einer Filmabtastung das Bild rauscht, dann ist das “natürlich” der Film; und was ist mit dem elektronischen Rauschen, was nicht zu beseitigen ist??? Was sind vor diesem Hintergrund “überlagernde Struckturen”? Was für eine Art von Strucktur überlagert was? Fachlich ist damit nichts anzufangen, hier wird nur Verwirrung gestiftet.
Aber eine bemerkenswerte, beweisbare Tatsache ist, dass ein Schärfenstern von 33 cm Durchmesser bildfüllend auf S16-Negativ sich nicht auf HD ProRes(HQ)422 in scharfer Abbildung darstellen lässt; für die Datenregistrierung reichte für 2 Minuten nicht einmal eine DVD und das OHNE Komprimierung. Das zur Leistungsfähigkeit eines S16-200-ASA-Filmnegativs z.B.
Ein weiterer Diskurs erübrigt sich. “Digitale Filmkamera”? Digitale Videokameras, bei HD bereits 24 verschiedene Systeme, sollte man nicht mit Filmkameras gleichsetzen, sie sind im System geblieben und weitaus zuverlässiger. Die Revolution fand auf Emulisionsseite des Films statt. Man muss kein Prophet sein, die digitalen Kosten werden zum Bumerang werden. Viel Vergnügen!!!
Helmut Rings, FILM 16,
http://www.film16.de
Sehr interessantes Thema, das auch Bestandteil meiner Doktorarbeit über digitale Kameratechnik war.
Ich habe aus diesem Grunde eine Dokumentation mit australischen Kameramännern… unter anderem Don McAlpine ACS (Moulin Rouge, X-Men, Rome & Julia, Predator), gedreht, in denen ACS-Kameramänner aus verschiedenen Arbeitsbereichen ihre Erfahrung über den Umstieg von Film auf HD diskutieren, die Dokumentation kann kostenlos auf meiner Webseite: http://www.inside-hd.com/ angesehen werden.
Über feedback würde ich mich freuen.
Dr. Dominik Muench: http://blacksun-productions.com
Luna Audio Services, Varsity Lakes, Queensland, Australien
http://www.lunaaudio.com/
Australian Cinematographers Society: http://www.cinematographer.org.au/
Leider unrichtige Fakten ….
Wer sich für die Arbeit mit Video oder Film entscheiden möchte; sei es aus Gründen der Ästhetik, des Workflows oder anderen Gründen… jeder nach seinem Gusto!
Aber bitte nicht versuchen mit falschen oder nicht begründeten Fakten den Untergang eines Medium einzuläuten.
Zitat: ” Der Verkauf neuer analoger Filmkameras tendiert gegen Null”
Na und! Filmkameras haben selbst im Rent eine Laufzeit von 20 Jahren; sonst praktisch eine unbegrenzte funktionsbereite Haltbarkeit. Ein Satz der etwas suggeriert was nicht ist …. Analog wird nicht austerben weil keine neuen Kameras nachproduziert werden
Zitat:” Kodak, ….. , denkt unbestätigten Gerüchten zufolge über eine strategische Insolvenz nach …
Also, eine Fachzeitschrift sollte sich nicht an Gerüchten beteiligen, diese stellen sich meist als falsch heraus
Man kann auch Sachen herbeireden, was nicht rühmlich ist.
Zitat zu pro Digital:” Geringere Kosten und ein Zuwachs an Zeitersparnis …”
Wüßte nicht das dies schon mal mit Fakten bewiesen worden ist!!!
1. Das Drehverhältnis nimmt bei digital im Vergleich zu analog doch eher zu als ab!
Und je mehr Takes je mehr Wartezeit für die Crew, die nun mal kostet!
2. digitale Kameras sind im Rent teurer als vergleichbare Filmkameras
3. Was kostet denn die Datensicherung am Set incl. Personal und Hardware ?
4. Man kann auch gerne 35mm mit Digital vergleichen; aber wenn wir ehrlich sind
werden doch heute Produktionen digital gedreht die sonst mit Super 16 gedreht
worden wären.
5. Was kostet eigentlich die Datensicherung von digital über 10, 20 oder 30 Jahre?
Nicht wichtig? Dann schaue man sich mal das Fernsehprogramm ob seiner Wieder-
holungen an! Dumm auch wenn Produktionsfirmen samt ihrem Archiv mal pleite
gehen …. dann sind nach ein paar Jährchen alle Daten hopps ….
6. Wir überspielen ja auf Film! Na und! Was ist denn mit dem Mustermaterial? Wie
kann ich in 20 Jahren mal eine neue Schnittversion machen wenn nur der fertige Film
gesichert ist
Mann sollte einfach mal ehrlich rechnen; also Produktion, Postproduktion, langfristige und sichere Verwertung ….. Da werden ganz andere Ergebnisse zu den wirklichen Kosten herauskommen ….
Zitat: “Die schwindende Nachfrage für Produkte des Analogfilms wird dazu führen, daß gar nicht mehr genug Ressourcen zur Verfügung stehen werden”
Zitat: “So ist das analoge Bild über Nacht reif für die letzte Ölung geworden”
Klar, dieser Artikel versucht sein Bestes so was herbeizureden … Aber keine Sorge, es gibt zum Glück immer noch Menschen die Film belichten können und wollen wie die notwendige Fachkompetenz von Seiten der Filmlabore ….
Zitat:” … ist der Prozess des Filmtransportes …. immer mit einem gewissen Spiel behaftet ….
Das ist wirklich mutig so etwas in den Raum zu stellen …. welches Spiel des Bildstands bei sperrgreifergesteuerten Kameras? Bei einer SR III, 416 oder 535 ? Das ist ja wohl jetzt ein Witz, oder ?
Verschleißende Kinokopien! ……
Kinokopien sind aus Polyester, da weitet nichts aus !
Wenns wackelt hat der Projektor es vielleicht hinter sich; sag aber auch bei einer verranzten Lampe beim Videoprojektor nicht das digital nix taugt ….
Zitat: …. in der Filmprojektion …. ein starker Flackereffekt zu verzeichnen ….
Bitte; es gibt die Trägheit des menschlichen optischen Wahrnehmung; selbst bei Stummfilmen und 16B/s flackert nichts ….
Zum Abschluss:
… jeder oder jede Produktion soll für sich die Entscheidung tragen ob analog oder digital gedreht wird …..
Aber es ist nicht korrekt einer Richtung durch falsche und unrichtige Fakten ein Loch buddeln zu wollen;
Rechnet man sauber wird digital in Zukunft noch richtig teuer ….
Wer trägt denn die Verluste wenn hochpreisige digitale Kameras nach 2-3 Jahren ausgemustert werden?
Denkt keiner darüber nach das in Zukunft ob der so perfekten Datensicherung die Negativversicherungen teurer werden können…..?
Wie sichert man langfristig? Es wird doch immer neu umkopiert werden müssen oder vielleicht sogar regelmäßig konvertiert werden da sich die Schreibformate beständig ändern …. Und kostet das alles nichts? Kein Qualitätsverlust beim konvertieren?
Da wird auch so manches Projekt völlig als Datenmüll verenden, was man früher. da noch als Negativ vorhanden, ohne große Kosten neu geschnitten und neu vermarktet hätte ….
Würde mich über mehr Ausgewogenheit und Sachlichkeit freuen …..
Christian Locke,
Köln