Darius Khondji: «Woody, geh’ ins Auto!»

Jeder Blick ist anders: Darius Khondji hat für Woody Allens MIDNIGHT IN PARIS die Stadt der Liebe abseits von Postkarten-Motiven gefilmt, auch wenn er mit den typischen Ansichten der Stadt bisweilen ironisch spielt. Auf Kodak 5219 und 5213-Material fing er die Stadt oft auch bei regnerischem Wetter mit Cooke S3, S4 und S5-Optiken vor der Arricam ein, die Jan Rubens sicher schwenkte.

MIDNIGHT IN PARIS läuft derzeit noch in den deutschen Kinos. Mit uns unterhielt sich der Kameramann, der zunächst für Marc Caro und Jean-Pierre Jeunet arbeitete, später aber auch mit David Fincher, Roman Polanski und Sydney Pollack in den USA drehte, über die Probleme, die der Charakterkopf von Altmeister Woody Allen bei der Arbeit am Set bereitet.

«Bei einer Nachtszene wollte Woody, dass wir wie bei einem Dokumentarfilm mit Schulterkamera drehen, ganz diskret auf dem Boulevard Saint-Germain nahe beim Café de Flore. Wir postieren uns also zwischen zwei Autos, er kommt neben die Kamera, und sofort hatten wir eine Riesenmenge Menschen um uns herum. Da haben wir ihn gebeten, ins Auto zurückzugehen, wir würden ihm die Aufnahme danach zeigen. Und so war es, die ganze Zeit! Er ist zwar sehr zurückhaltend, aber so gut zu erkennen an der Art, wie er sich bewegt und an seinem Bob-Hut. Er ist eine Ikone.»

Das ganze Interview steht in unserer aktuellen Ausgabe 10/2011, die es seit dem 20.9. heraus ist.

Darius Khondji ist Mitglied im französischen Kameraverband AFC und im US-amerikanischen Verband ASC.

Foto: Roger Arpajou.

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