"Some Like it Short"

Voll im Gange: Film School Fest Munich 2016

Vom 13. bis 19. November läuft das 36. Film School Fest in München! Hier finden Studentenfilme aus aller Welt – oft erstmals überhaupt – eine breite Öffentlichkeit. Neben den Filmvorführungen und der Preisverleihung gibt es zum ersten Mal auch die Filmschool Lectures.

Druck
Quelle: Film School Fest Munich

Unter dem diesjährigen Motto „Some Like it Short“ hat die Festivalleitung ein breit gefächertes Programm aufgestellt. Viele Kurzfilme sprechen Themen an, die gerade die junge Generation beschäftigen. Ein zentrales Thema ist die Isolation in der heutigen Zeit. Dabei legt jeder Film einen anderen Schwerpunkt wodurch viele verschiedene Aspekte des Themas betrachtet werden. Dabei gibt es Dokumentarfilme wie „Cinderella“ (Regie: Alexander Zubovlenko) aus Russland oder „Searching for Wifes“ (Regie: Zuki Tobgyeaus) aus Singapur aber auch Spielfilme wie „(Out of Fra)me“ (Regie: Sophie Linnenbaum) die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Auch die aktuelle Flüchtlingsthematik spielt in München eine Rolle. In drei Filmen zu diesem Thema werden moralische Fragen behandelt. Unter anderem geht es um die generelle politische Lage in Europa und die Filme „Passenger“ (Regie: Stephan Kämpf, Andreas Kessler und Daniela Schramm-Moura) von  sowie „Mayday Relay“ (Regie: Florian Tscharf) handeln von Situationen in denen einzelne Personen schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Filme wie „Blessings“ (Regie:Lisa Myllymäki, Finnland) oder „Digital Immigrants“ (Regie: Dennis Stauffer, Norbert Kottmannzeigen), zeigen wie junge Leute heutzutage mit den Möglichkeiten der Digitalen Welt im Internet umgehen. In dieser Reihe wird auch der Studenten-Oscar-Gewinner-Film „Intention of Trust“ (Regie: Alex Schaad) gezeigt, in welchem die Macht des Netzes eindrucksvoll thematisiert wird.

fsf_plakat_a3
Quelle: Film School Fest Munich

In der Sparte Coming-of-Age-Filme sind in diesem Jahr auffallend viele Nachwuchsregisseurinnen am Start und gehen sehr offen mit den Themen Sexualität, Intimität und Körperlichkeit um. So auch in dem israelischen Film „Mushkie“ (Regie: Aleeza Chanowitz) oder dem australischen Film „Woof!“ (Regie: Nina Buxton).

„Ich finde es beachtlich, wie ernsthaft die Filmhochschüler an gesellschaftspolitische Themen herangehen. Toll, wie sie die Stärken der kleinen Form nutzen.“ so Festivalleiterin Diana Iljine.

Insgesamt werden 53.500 Euro in 14 Kategorien an Preisgeldern ausgelobt. Auch der Film und TV Kameramann stiftet wie jedes Jahr einen Preis. den Student Camera Award, mit einem Preisgeld von 1.000 Euro. Die Preisverleihung findet am Samstag, 19. November um 19 Uhr in den Räumen der Hochschule für Fernsehen und Film München statt.

Zum ersten mal werden der Animationspreis, der Publikumspreis sowie der „Female Filmmakers for a better future Award“ verliehen. Letzterer passt in diesem Jahr gut, da knapp die Hälfte aller Filme in diesem Jahr von Filmemacherinnen kommen.

Die größte Neuerung in diesem Jahr stellen die Filmschool Lectures dar. Im Roten Kino der HFF München zeigt. Dort stellt sich unter anderem die französische Filmschule La Fémis vor. Darüber hinaus erhalten angehende Drehbuchautoren Tipps bei dem Workshop „Writers Rock“ und Dr. Henning Patzner beleuchtet in seinem Vortrag „Now! Fast! for Free!“ die Gründe, welche Menschen davon abhält ins Kino zu gehen. Das gesamte Programm des Film School Fest Munich 2016 finden Sie hier.

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: