Diesjähriges Gastland: Frankreich

Filmplus 16: Ursula Höf erhält den Geißendörfer Ehrenpreis Schnitt

Das Festival Filmplus ehrt “La Grande Dame du Montage” Ursula Höf mit dem Geißendörfer Ehrenpreis Schnitt. Das diesjährige Gastland ist Frankreich.

Ursula Höf
Foto: Filmplus/Wolfgang Busch
Ursula Höf

Ursula Höf begann ihre Karriere nach einem Filmschnitt-Volontariat als Assistentin von Siegrun Jäger im Jahr 1973. Sie schnitt zum Beispiel “Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – ReduPers”, “Gloomy Sunday – Ein Lied von Liebe und Tod”, “Eine öffentliche Affäre”, “Ein Dorf sucht einen Mörder”, “Der Verdingbub” und “Das Ende einer Nacht” (Deutscher Fernsehpreis 2012). Als aktive Gewerkschafterin engagierte sie sich für die Entwicklung von Tarifverträgen, für eine fundierte Ausbildung im Schnitt und für bessere Arbeitsbedingungen:

„Ich war immer auch ein politisch aktiver Mensch“, so Höf, „in der Studentenbewegung, in der Frauenbewegung und natürlich auch in der Gewerkschaft. Gegen die Arbeitsbedingungen, die in der Filmbranche herrschten, musste man sich einfach wehren.“

Als Dozentin der Filmakademie Baden-Württemberg fördert sie außerdem den generationsübergreifenden Diskurs über Montage.

Der mit 3.000 Euro dotierte Geißendörfer Ehrenpreis Schnitt ehrt das Lebenswer der aktiven Editorin Ursula Höf.

Der Internationale Abend des Festivals widmet sich dieses Jahr Frankreich. In Kooperation mit dem Französischen Editorenverband Monteurs associés lädt ilmplus den Schnittmeister Guy Lecorne nach Köln, um den Spielfilm “Die Entführung des Michel Houellebecq” zu präsentieren.

Das Festival Filmplus 16 findet vom 21. bis 24. Oktober in Köln statt.

Ein Kommentar zu “Filmplus 16: Ursula Höf erhält den Geißendörfer Ehrenpreis Schnitt”
  1. Jérôme Silberberg

    Wenn schon französisch, dann richtig: “montage” ist ein männliches Substantiv, also müsste es heißen “la grande dame du montage”.

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