9. Auflage

Doku.Arts 2015: Architektur im Film & Nicolas Roeg

Mit einem Symposium und 15 Filmbeiträgen setzt die 9. Auflage des Festivals Doku.Arts vom 9. bis 27. November in Berlin einen deutlichen Schwerpunkt auf den filmdokumentarischen Umgang mit Architektur und Städtebau.

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Das Symposium am 11. September zum Thema „Architectures in Motion“ wird von William Uricchio (MIT) zum Thema „Media, Metropolis, Mind: Wandering through 150 years of urban documentation“ eröffnet. Zur Darstellung von Architektur, Städtebau und Stadtplanung werden zahlreiche Filme ins Programm aufgenommen.

Doku.Arts eröffnet am 9. September mit AUSTERLITZ; der französische Regisseur Stan Neumann (Bild: Ned Burgess) vollzieht die Reise des Helden aus dem gleichnamigen Roman von W.G. Sebald nach und setzt sie in einer Mischung von Dokumentarischem und Fiktionalem mit Denis Lavant in der Hauptrolle um.

Für den Bereich „Film im Film“ steht die Deutschlandpremiere der britischen Produktion NICOLAS ROEG – IT’S ABOUT TIME von David Thompson. Der heute 87jährige Brite sieht die Filmkunst als „magische und geheimnisvolle Kombination von Wirklichkeit, Kunst, Wissenschaften und Übernatürlichem – und als Tor zur Natur der Zeit“. Er begann als „Teaboy“ in Schnittstudios, wurde später Kameraassistent und drehte mit der 2nd Unit für LAWRENCE OF ARABIA. Als Kameramann arbeitete er u.a. mit Fred Zinneman, Roger Corman (SATANAS – DAS SCHLOSS DER BLUTIGEN BESTIE, 1964), Francois Truffaut (FAHRENHEIT 451, 1966) und John Schlesinger (DIE HERRIN VON THORNHILL, 1967) zusammen.

Seine erste Regiearbeit (mit Donald Cammell) war der surreale Gangsterfilm PERFORMANCE (1970, mit Mick Jagger), dessen Veröffentlichung der Verleih zwei Jahre lang blockierte. Als Regisseur zeichnete Roeg u.a. für WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN (1971) und DER MANN, DER VOM HIMMEL FIEL (1976). Darüber, wie sie von Roeg beeinflusst wurden, berichten u.a. Danny Boyle und Mike Figgis; Donald Sutherland, Julie Christie und andere können viel über gemeinsame Arbeiten und Nicolas Roeg erzählen. Die 60 Minuten-Doku wird am 23. September um 20 Uhr aufgeführt. Weitere Infos zum Film gibt die BBC Four;

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Kostenlose Anmeldungen zum Symposium „Architectures in Motion“ am 11. September (13.30 bis 18.30 Uhr, anschließend Filmprogramm) werden ab sofort per Mail entgegen genommen. Ausführliche Informationen zur Tagung liegen vor, das Filmprogramm wird Anfang August auf der Website von Doku.Arts veröffentlicht. Kinokarten kosten 5 Euro, ein Festivalpass 30 Euro. Veranstaltungsort ist das Zeughaus-Kino im Deutschen Historischen Museum (Unter den Linden 2, 10117 Berlin; Kinokasse Telefon 49-30-20304770).

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