Jana Marsik: «Ich möchte Fiktion sehen!»

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Jeder Blick ist anders: Jana Marsik, 1974 in Kiel geboren, hat Filme von Lars Büchel, Leander Haußmann und auch die sehr unterschiedlichen Detlev-Buck-Filme HÄNDE WEG VON MISSISSIPPI und SAME SAME BUT DIFFERENT fotografiert. Ihre jüngste Kinoarbeit ist DREIVIERTELMOND (Regie: Christian Zübert), der Film läuft am 13. Oktober in deutschen Kinos an – Trailer hier.

Im Interview mit uns überlegte sie, was ihre Filme trotz der unterschiedlichen Regisseure verbindet und antwortete auf die Vermutung, tschechische Kinderfilme hätten angesichts ihrer Wurzeln einen Einfluss auf sie gehabt:

«Da ist was dran, glaube ich. Es ist zumindest so, dass ich gerne den Naturalismus verlasse. ich tendiere dazu, immer eine visuelle Ebene zu finden, um das Hier und Jetzt, den Alltag zu verlassen. Das ist einfach eine zustätzliche filmische Ebene und schafft einen Freiraum für das Erzählen. Darüber habe ich übrigens auch meine Diplomarbeit geschreiben, ‹Die Realität ist nicht die einzige Wirklichkeit›. Ich wollte beweisen, dass die Realität nicht echt ist. Im Spielfilm ist sie ausgedacht, und dann möchte ich auch Fiktion sehen – und entführt werden in eine Welt und nicht an der Realität kleben bleiben. Es gibt auch viele wunderbare naturalistische Filme. Aber ich möchte herausfinden, was hinter einer Fassade, hinter eine Szene zu finden ist. Manchmal bin ich deshalb fast besessen von der richtigen Kadrage»

Das Interview mit der Kamerafrau können Sie in unserer Ausgabe 5/2010 nachlesen – oder auch online hier.

Foto: Archiv Jana Marsik.

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