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Filmstudenten voll „von der Rolle“

Wenn die Filmstudenten zum Berlinale-Empfang einladen, geht es ums Futter – ums Filmfutter. Unter dem Motto „Von der Rolle“ präsentierten sich die sieben großen Filmhochschulen und hessische Unis in diesem Jahr zum 8. Mal und 53fach von ihrer besten Seite. Gestaunt werden durfte über die Vielfalt der Themen, Ideen und Formen.

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Dass Coming of Age immer wieder in den Mittelpunkt rückt, liegt wohl in der Natur der studentischen Altersgruppe. Der Katalog zeigt aber auch einen Hang zum Genre. Da finden sich Fantasy, Science Fiction, Thriller und Heimatfilm: Der Vertrag mit den Teufel, die globale nur Frauen befallende Seuche, das Ausbleiben der Flut sind ebenso vertreten wie das Landleben. Letzteres vom 11. über das 19. Jahrhundert und das Heute bis in Endzeit-Szenarios führend und vom Historiendrama bis zum Thriller konzipiert. Der Fußball erweist sich u.a. als Thema eines Kinderfilms und eines Wettmafia-Dramas. An den Unis gewinnt die Serie offenbar stärker an Bedeutung. Da werden die zehn Gebote auf ihre Gültigkeit untersucht oder die Auswirkung des Leistungsdrucks ins Familienleben hinein.

berlinale2015_studentenempfang1Eine der originellsten Ideen kam von der Filmakademie Baden-Württemberg: Ein Papagei kann 100 Jahre alt werden. Das wird auffällig, wenn er in den 1930er Jahren aufgefasste Führerreden nachplappert – und löst etliche durchaus politische und familiäre Verwicklungen aus. Das Projekt HEIL, MEIN VOGEL des Regiestudenten Clemens Roth basiert übrigens auf tatsächlichen Vorkommnissen.

Mit hohem technischen Anspruch präsentierte sich die Filmuni Babelsberg. Animationsstudent Jonas Riemer lässt in MASCARPONE einen Filmvorführer mitten in einen Gangsterfilm geraten. Das soll Elemente der schwarzen Serie aufgreifen und Realfilm und Animation kombinieren. Alles etwas trashig und die technischen Ursprünge von Realdreh über Stop Motion und Rückprojektion bis Zeichentrick und CGI-Grafik sollen durchaus erkennbar sein.

Auch Förderpreise wurden vergeben: Je 1.000 Euro kommen den Projekten DAS PERFEKTE SCHWARZ von Tom Fröhlich (Uni Darmstadt), LØEBE von Johanna Thalmann (HFF München) und LIEBER FELIX von Anne Chlosta (Hamburg Media School) zugute. Die HMS-Studentin Martina Plura wurde für ihr DER TAG, AN DEM WIR STERBEN mit dem Fox New Talent Award und 5.000 Euro ausgezeichnet.

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